Sekundarschüler spendeten bislang 341,93 für Kinderhospiz in Thüringen

Der Wunsch kam von den Schülern selbst

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Schüler erarbeiten und sammeln Geld für todkranke Kinder: Schülerinnen und Schüler aus sieben Klassen der Theodor-Fontane-Schule zeigten Herz und unterstützen das Kinder- und Jugendhospiz in Tambach-Dietharz in Thüringen.

Arendsee. Die Idee kam vom Schülerrat der Fontane-Schule in Arendsee: Man wolle für das Kinderhospiz Mitteldeutschland sammeln. Die Schulsozialarbeiterin Janine Gyhra stellte den Kontakt zur Schulleitung her. Und diese gab grünes Licht.

Gesagt, getan: Nach mehreren Aktionen, die insgesamt sieben Klassen auf die Beine stellten, kamen 341,93 Euro zusammen.

Es gehe der Sozialarbeiterin dabei nicht vordergründig um die Höhe der Summe, wie sie gestern im Gespräch mit der AZ erklärte. Die Sache selbst, dass Schüler für Kinder etwas tun, sei etwas Großartiges.

Die Theorie zum Projekt wurde vermittelt. Worum handelt es sich bei einem Hospiz? Und die Klassensprecher wurden darüber in Kenntnis gesetzt, wofür Spenden verwendet werden.

Die Klassen haben inzwischen mehrere Kuchenbasare organisiert, Waffeln verkauft, einen Hotdog-Tag veranstaltet und selbst gebastelte Dekoration auf dem Weihnachtsmarkt im Klosterhof verkauft. Bislang sind diese genannten 341,93 Euro in der Kasse. „Wir wollten nun erst einmal einen Strich ziehen, das Geld überweisen“, erklärte Janine Gyhra. Es gebe immer noch Klassen, die an Ideen feilten. So könnte es noch einen Sponsorenlauf geben, obwohl auch klar sei, dass die Organisation eines derartigen Vorhabens viel Kraft verlange. Die bisherigen Aktionen wurden von Schülerin Lisa Hasselbusch und Janine Gyhra koordiniert.

„Ich war erst ein bisschen skeptisch. Das Kinderhospiz liegt in Thüringen, sodass kein regionaler Bezug hergestellt werden kann. Aber die Schüler haben sich voll hinter die Sache gestellt, das macht uns alle stolz“, so die Sozialarbeiterin gegenüber der AZ. Dass mit der Aktion auch Tabuthemen wie der frühe Tod und die Trauer angesprochen werden, war vielleicht in dieser Art neu an der Schule. Die Schüler suchten zudem nach einem Motiv, sich an der Spende zu beteiligen, erfuhr Janine Gyhra immer wieder in Gesprächen. Die Sozialarbeiterin ist in ihrer Arbeit dem Verein zur beruflichen Bildung (VfB) Salzwedel unterstellt, und es sei auch kein Geheimnis, dass die bedarfsorientierte Schulsozialarbeit aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt finanziert wird.

Von Harry Güssefeld

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