Sigrid Schulze aus Zießau berichtet

Wolfssichtung hinterm Haus in Zießau? „Sie sind näher als man denkt“

Wölfe werden auch immer wieder in der Nähe von Ortschaften gesichtet.
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Wölfe werden auch immer wieder in der Nähe von Ortschaften gesichtet.

Zießau – Völlig aufgelöst spricht Sigrid Schulze aus Zießau gestern mit der AZ am Telefon. „Sie werden es nicht glauben. Hier in Zießau spaziert am frühen Mittag ein Wolfsrüde rund 100 Meter hinterm Haus“, erzählt die Zießauerin.

Nach kurzem Innehalten erzählt sie weiter: Es sei am Mittwoch gegen 10.30 Uhr gewesen, als sie mit dem Labrador ihres Sohnes im Wald spazieren gegangen sei.

Rund 100 Meter in Richtung Lomitz sei das gewesen. Ihr Hund mit Namen Eddi habe es bemerkt. Doch weil er „so gut erzogen ist“, wie sie sagte, blieb er sitzen und hatte keine Lust, mit dem hochbeinigen Fremdling zu spielen. „Es waren höchstens zehn Meter, die mich und Eddi von dem Wolf trennten“, erzählt die Zießauerin. Aufgeregt reagierte sie, als die AZ fragte, warum sie denn kein Foto gemacht habe. „Sie sind wie mein Sohn, der das auch gefragt hatte. Ich muss ihnen sagen, ich befand mich in einer Ausnahmesituation, war wie erstarrt“, sagte sie.

Der Wolf habe „Gott sei Dank keine Notiz“ von ihr genommen. Vielleicht habe er auch Respekt vor dem Labrador gehabt, vermutet sie. Wo der Wolf herkam, könne sie nicht sagen. Es war aber aus Richtung Dorf, vielleicht sei er am See gewesen, fängt die Frau an zu vermuten. Der Schreck stecke ihr immer noch in den Knochen. „Der Leserbrief von Herrn Klapper aus Winterfeld (AZ vom 6. Februar) trifft den Nagel auf den Kopf. So kann es mit dem Wolf nicht weitergehen“, sagte sie und legte auf.  gü.

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