Ercan Topal aus Baden Württemberg will nicht auf das Angebot der Wohnungsbaugenossenschaft eingehen

„Wohnblöcke werden nicht verkauft“

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Ercan Topal im April 2007 vor dem DDR-Wohnblock an der Ackerstraße. Diebe hatten Installationsmaterial und Heizungstechnik gestohlen. Seine Wut darüber dauert immer noch an.

Arendsee. Sie stehen mitten in der Stadt und verschandeln seit Jahren das Stadtbild – die insgesamt vier Wohnblöcke an der Acker- und Schulstraße sowie am Dessauer Worth. Sie gehören Ercan Topal. Die AZ sprach gestern mit dem Baden-Württemberger.

„Dass nichts passiert ist, das liegt auch an den Ganoven in der Stadt“, beginnt Ercan Topal am Telefon zu schimpfen. Aus dem Block an der Ackerstraße hätten ihm Diebe bereits eingebautes Material gestohlen. „Es wären noch 60 000 Euro zu investieren gewesen, dann hätte der Block bezogen werden können“, sagte der Eigentümer. „In Arendsee herrschen Zustände, da könnte man ein Schild am Ortseingang anbringen, auf dem ,Diebesstadt’ steht“, so Topal weiter.

Dass die Wohnungsbaugenossenschaft in Seehausen mit ihm gesprochen habe und Interesse an allen vier Wohnblöcken gezeigt hat, das bestätigte er auf Nachfrage der AZ. Doch das, was man ihm angeboten habe, musste er abschlagen. „Sie haben gesagt, dass sie mir 134 000 Euro zahlen, wenn ich alle Blöcke abreiße“, erzählt Topal. Doch der Abriss hätte ihn 500 000 Euro gekostet. Eine Rechnung, die nicht aufgehe. „Ich werde nicht verkaufen und nicht abreißen, nicht zu den Konditionen“, heiß es weiter. Stattdessen setze er jetzt Prioritäten am Kleinauer Block am Dessauer Worth: „Ich will nach und nach wieder investieren.“

Von Harry Güssefeld

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