Schäfer Klaus Hildebrandt beklagt Tod von neun Schafen und fünf Ziegen

Wölfe reißen 14 Tiere: Tote Lämmer und Ziegen Arendsee

Bereits 63 Tiere verlor Schäfer Klaus Hildebrandt 2020 durch Wolfsrisse.
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Bereits 63 Tiere verlor Schäfer Klaus Hildebrandt 2020 durch Wolfsrisse.

Schäfer Klaus Hildebrandt traute seinen Augen nicht. Das Bild, das sich ihm am frühen Morgen des vierten Advents bot, war grausam. Weit verstreut lagen tote Lämmer und Ziegen auf der Winterweide bei Schrampe am Arendsee.

  • Tragende Zuchttiere tot.
  • Schadensersatz müsste dem Schäfer zustehen – doch zum Jahresende sind die Kassen leer.
  • In diesem Jahr hat Schäfer Klaus Hildebrandt 63 Tiere durch Wolfsrisse verloren.

Arendsee – Blutspuren und Körperteile ließen ihn erstarren und Wut kam in ihm hoch: Wieder haben Wölfe in seiner Schaf- und Ziegenherde zugeschlagen. Er zählte neun Schafe und fünf Ziegen. Zwischen den toten Muttertieren lagen tote Lämmer. „Es waren alles tragende Zuchttiere,“ berichtet Hildebrandt.

Dabei ist es nicht das erste Mal, dass Wölfe seine Herde heimgesucht haben. Im Frühjahr und im Sommer hatte er viele Opfer durch Wolfsrisse zu beklagen. Hildebrandt ist hauptberuflich Schäfer und sieht seine Existenz bedroht: „Ich habe den Schaden sofort beim Wolfsbeauftragten Andreas Berbig gemeldet. Der hat auch alles registriert.“

Ein finanzieller Schadensausgleich müsste dem Schäfer zustehen, doch jetzt zum Jahresende seien die Kassen leer, bekam er die wenig hoffnungsvolle Auskunft. Auch die Anschaffung von speziellen Wolfshunden, die den Schutz der Herden verstärken können, habe er durchgerechnet. Er müsse vier von diesen Spezialhunden haben. Ein Welpe kostet 1500 Euro – mal vier plus Ausbildung der jungen Tiere ergebe eine für ihn indiskutable Summe. Vom Wolfskompetenzzentrum würde er lediglich den Unterhalt dieser Hunde bezahlt bekommen. „Es ist eine schlimme Situation,“ sagt Hildebrandt und man spürt seinen Unmut in der Stimme, „in diesem Jahr haben meine Herden 63 tote Tiere durch Wolfsrisse erlitten.“

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