Kommunalpolitiker Björn Hartmann kritisiert Kosten für Schulklettergerüst

„Wir sind nicht generell gegen neue Spielgeräte“

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Der Lüger Spielplatz: Für das Tor und den Basketballkorb fehlen Netze, ein Schutznetz hängt nicht mehr richtig. 

Fleetmark. Die mehrheitlich ablehnende Haltung des Fleetmarker Ortschaftsrates zum Kauf eines Klettergerüstes für das Gelände der Grundschule beschäftigte jüngst den Finanzausschuss. Unverständnis gab es als Reaktion. Eltern, Lehrer und Kinder wünschten dies so.

„Wir sind nicht generell gegen neue Spielgeräte“, reagierte Björn Hartmann im AZ-Gespräch auf die Kritik. 

Die Holzhütte (kleines Bild) macht keinen einladenden Eindruck mehr. Einige Bretter sind auseinandergebrochen.

 Das Mitglied des Fleetmarker Ortschaftsrates ist aus anderen Gründen gegen das konkrete Grundschulprojekt, wie er deutlich machte. Ihm stößt der Preis von 23.800 Euro sauer auf. „Ist das Gerät mit Gold überzogen?“, vermisst der Lüger von der Verwaltung Details, die die Summe erklären könnten. Ein weiterer Kritikpunkt: Auch wenn nach dem Umzug der Kita neben die Grundschule die Kleinsten von Investitionen profitieren, bleibt das Gelände weiter nicht öffentlich. Somit kommen auch nicht alle Mädchen und Jungen jederzeit in den Genuss von Spielspaß. Solch ein Gelände fehlt in dem nach Arendsee größten Ortsteil der Einheitsgemeinde komplett. Ortsbürgermeisterin Angelika Muhabbek versucht, mit Einwohnern einen Spielplatz auf die Beine zu stellen. Und zwar auf dem Sportplatz gegenüber der Bildungsstätte. Ohne Sponsoren wird es aber wohl nicht gehen. Das Geld für das Spielgerät der Fleetmarker Grundschule fließt aus dem beschlossenen Haushalt der Gemeinde.

Die Umrandung des Sandkastens ist noch zu erkennen. Die Fläche wächst aber immer mehr zu.

Björn Hartmann sieht nicht nur den Kauf problematisch. „Aufstellen ist das eine, aber es muss auch gewartet und gepflegt werden. Im Protokoll der vergangenen Ortschaftsratssitzung ist nachzulesen, dass ich dies kritisiert habe“, unterstreicht der Kommunalpolitiker. Als Beispiele benennt er gemeindeeigene und öffentliche Spielplätze. Das Gelände in Lüge wird beispielsweise vergessen. Der Sandkasten wuchert zu, Tornetze sind nicht vorhanden oder hängen schief. Die Holzhütte wirkt sehr marode. So sind Bretter im Inneren bereits auseinandergebrochen. „Ähnlich sieht es in Molitz aus“, fordert Björn Hartmann, dass die Gemeinde reagiert.

Von Christian Ziems

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