„Queen“ bleibt im Wasser – aber Fahrten werden im Winter nicht angeboten

Winterschlaf auf den Wellen

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Die Königliche liegt im Wasser, aber Fahrten gibt es nicht: Die Kosten für den Betrieb seien höher als mögliche Einnahmen, hieß es.

Arendsee – Dem milden Winter war es zu verdanken, dass die Königliche im Wasser bleiben konnte. Die Frage stellte sich, warum nicht auch Fahrten im Winter angeboten werden, wenn die „Queen“ noch am Liegeplatz liegt. Um Geld einzufahren.

Die AZ sprach gestern mit Sonja Nowak von der Luftkurort-Arendsee-GmbH über die Idee. „Für uns ist das keine Option“, sagte sie. Zum einen gebe es keinen Bedarf, der die Bereitstellung einer „Queen“-Besatzung rechtfertige. Die Arbeitszeitregelungen seien so gefasst, dass der Winter in der Regel arbeitsfrei sei. „Im Winter sind wenige Urlauber in der Stadt. Und bei der Kälte, auch bei Temperaturen über Null, hat kaum jemand den Wunsch, über den See zu fahren“, sagte sie.

Auch Überlegungen, das Restaurant der „Queen“ als öffentliche Gaststätte an der Anlegestelle anzubieten, erteilte sie eine Absage. „Nochmal, der Bedarf ist nicht da. Die Kosten für den Betrieb würden die Einnahmen weit überschreiten. Und das kann sich die GmbH nicht leisten“, erfuhr die AZ. Auch zur Möglichkeit, für den Winter Fahrten anzubieten, wenn man wisse, dass die „Queen“ im Wasser bleibt, hieß es: „Man kann nicht planen, wenn man nicht weiß, ob es noch einen Wintereinbruch geben wird“, so Sonja Nowak.

Die „Queen“ wäre auch in diesem Winter ins Trockendock gekommen, wenn der Wasserstand im See höher ausgefallen wäre. Denn zum Betrieb der Slipp-Anlage ist ein Mindestwasserstand notwendig, um das Schiff mit Schlitten auf Schienen an Land ziehen zu können. Diese Möglichkeit bestand nicht. Ob der Schiffsrumpf darunter leidet, wenn die Königliche im Wasser bleiben muss, dazu gab es keine Aussagen. Das Schiff war 2019 umfangreich saniert worden.

VON HARRY GÜSSEFELD

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