Fleetmark und Kerkau wollen von den Anlagen profitieren

Windkraftgeld soll in die Dörfer wehen

+
Windräder entstehen nahe Fleetmark. Davon profitiert finanziell nicht nur diese einst selbstständige Kommune mit ihren Ortsteilen. Auch Kerkau und Lübbars sollen jährlich Geld erhalten. 

Fleetmark / Kerkau. Der Spielplatzwunsch von Fleetmarks Ortsbürgermeisterin Angelika Muhabbek könnte Wirklichkeit werden. Und zwar mit Hilfe von Windrädern. Derzeit entstehen im Park Fleetmark II sechs neue Anlagen.

Dafür gibt es jährlich Geld, das in den Orten der einstigen Gemeinde Fleetmark bleiben soll. So ist es mit der Einheitsgemeinde Arendsee abgesprochen. Aktuelle Zahlen wollte die Ortsbürgermeisterin noch nicht nennen. Sie kann sich aber vorstellen, mit diesen Finanzen Spielgeräte zu erwerben. Fleetmark ist nach Arendsee der größte Ort der Kommune, hat aber bislang keinen öffentlichen Platz für den Nachwuchs.

Der ursprünglich favorisierte Lindenpark wurde als Standort aber wieder verworfen. Dem Ortschaftsrat ist die Lage zu gefährlich. Kinder können auf die angrenzende Hauptstraße laufen. Stattdessen könnten die Spielgeräte gegenüber der Grundschule aufgestellt werden. Dort befindet sich auch der Sportplatz von Fleetmark.

Ebenfalls mit Windparkgeld wird in Kerkau gerechnet. Zwei Anlagen stehen auf der Germarkung der einst eigenständigen Gemeinde. Ortsbürgermeister Michael Wrana erklärte gegenüber der Altmark-Zeitung, dass Vertragsverhandlungen mit dem Betreiber laufen. Dafür wurde für Kerkau und Lübbars ein Heimatverein gegründet. Dieser soll dann das Geld bekommen. Die Mitglieder könnten entscheiden, was damit passiert. Einige Ideen gibt es bereits. Dabei spielt das Dorfgemeinschaftshaus eine Rolle. Dieses könnte vom Verein betrieben und unterhalten werden. Kerkau wäre dann nicht mehr von Mitteln aus dem Haushalt der Einheitsgemeinde abhängig.

Geld aus dem Windpark fließt aber erst, wenn die Anlagen Strom produzieren. Dies verzögert sich, wie die Altmark-Zeitung auf Anfrage erfuhr. „Wie jede Baustelle im Außenbereich ist auch eine Windparkbaustelle besonders witterungsabhängig. Die Bauarbeiten verzögern sich deshalb aktuell um wenige Wochen“, informierte die Prokon Regenerative Energien eG. Aufgrund des Regens muss der Weg für die schweren Fahrzeuge neu abgesichert werden. Durch starken Wind verzögert sich zudem die Montage. „Wir gehen daher aktuell von einer vollständigen Errichtung der Anlagen bis Ende Oktober aus“, so Pressesprecherin Anne Dittrich. Solange die Arbeiten nicht vollständig abgeschlossen sind, bleiben die vorhanden Fahrbahnsicherungen installiert. Dort dürfen nur maximal 70 km/h gefahren werden. Nach Abschluss werden diese zurückgebaut.

Von Christian Ziems

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare