Große Anzahl Hainbuchen herausgerissen / Auch Sportplatz betroffen

Wildschweine verirren sich im Klädener Irrgarten

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Auf dem Sportplatz in Kläden haben Wildschweine ihr Unwesen getrieben. In Mitleidenschaft wurde auch das angepflanzte Labyrinth gezogen. Viele der kleinen Hainbuchen sind entweder herausgerissen oder verspeist worden.

Kläden. Es soll eine große Population von Wildschweinen geben. Das erklärt die Jägerschaft, obwohl die Menschen die schwarzen Gesellen auf dem Lande kaum zu Gesicht bekommen. Meistens sind es die Folgen, die nach einem Wildschweinüberfall zu sehen sind.

Passiert ist das nun auch in Kläden: Erst vor wenigen Monaten war der Sportplatz des Arendseer Ortsteiles neu gestaltet worden. Mit einer Rasenfläche, einem kleinen Spielplatz mit einer Freiluftkegelbahn, einer großen Sitzgruppe und Unterstellplätzen für Material und – wenn gewollt: Domizil für einen Luftgewehr- und Versorgungsstand bei Dorffesten. Dazu kam ein Labyrinth, das angepflanzt wurde und die Maislabyrinthe ablöste, für die sich einst der Tourismusverein stark gemacht hatte. Dieses angepflanzte Labyrinth ist nun Ziel einer Wildschweinattacke geworden. Wie auch Teile des Sportplatzes, wie die AZ festgestellt hat. Das Labyrinth selbst, das auf Grund der geringen Höhe der angepflanzten Hainbuchen noch gar nicht genutzt werden kann, wurde durch die Wildschweine arg in Mitleidenschaft gezogen. Gartenbauingenieur Ernst Pengel aus Arendsee, der die rund 2000 Hainbuchen einst gepflanzt und von dem Schaden erfahren hatte, erklärte gestern gegenüber der AZ, dass er sich im Frühjahr die Sache ansehen will. „Wir müssen sehen, was sich da machen lässt“, erklärte er auf Nachfrage der AZ.

Wildschweine verirrten sich also im Irrgarten. Wahrscheinlicher ist es, dass sie das Areal bewusst aufgesucht haben. Kläden hatte einst, noch unter Ortsbürgermeister Christian Streiter, den Platz gestaltet.

Über Wildschweinschäden dieser Größenordnung können Großstädte nur schmunzeln. So kommen die Schwarzkittel immer wieder in die Nähe von Häusern und bevölkern ganze Parks auch in Berlin, so dass schon mit Sondergenehmigung Schweine im Stadtgebiet erschossen wurden. Viele Kommunen sprechen von einer Plage. Da erscheint der Schaden durch die Schwarzkittel in Kläden eher klein, auch wenn er bei klammen Kassen ärgerlich ist.

Von Harry Güssefeld

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