Abhängig vom Arendsee

Wie den Tourismus entwickeln – in der Stadt immer ein Thema

Der Arendsee
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Schön, aber auch recht wetterabhängig: In Arendsee wurde in den vergangenen Wochen in Politikkreisen über Alternativen zum Wasser gesprochen.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Das für das nächste Jahr angedachte Doppeljubiläum 1200 Jahre Seeeinbruch und 150 Jahre Kurbetrieb scheint in Arendsee bei einigen grundsätzliche Gedanken über die Zukunft des Tourismus hervorgebracht zu haben. Einige Male ist zuletzt über die aktuelle Situation gesprochen worden.

Arendsee – Eher nüchtern sieht Stadtrat Sven Schottenhamel die Tourismuslage. „Corona hat uns aufgezeigt, wie gerne wir etwas unternehmen.“ Die einfachen Sachen würden geschätzt, aber Arendsee biete außerhalb des Wassers nur wenige Möglichkeiten, meinte der Kleinauer seinerzeit im Arendseer Sozialausschuss. Für die Zukunft wünsche er sich eine Alternative zum Strand.

Uwe Walter (CDU / SPD) sieht die Seestadt hingegen gar nicht so schlecht aufgestellt. Daher müsse sich die Stadt auch nicht verstecken. „Wir haben ganz viel, aber die einzelnen Mosaikstücke müssen zusammengeführt werden“, sagte er mit Verweis auf Attraktionen wie Filmcamp, Kloster und Schramper Eck.

Stadtchef Norman Klebe sieht Defizite in der Bewerbung des Verhandenen, etwa des Schulmuseums in Kleinau. Diesbezüglich könnte einiges besser gemacht werden. Ansonsten schweben dem Bürgermeister Ideen vor, um unabhängiger vom wechselhaften Badegeschäft zu werden – ein Kletterpark im Stadtwald oder ein Indoor-Spielplatz mit Café.

Ein weiterer Punkt, der bei Gelegenheit gerne angesprochen wird, betrifft Caravan-Stellplätze im hinteren Teil des Strandbads. Gerade in Corona-Zeiten ist das mobile Übernachten im Trend – davon soll auch Arendsee stärker profitieren, lautet daher der Wunsch.

Stadtrat Jens Reichardt (Arendsee-Land / Freie Liste) formulierte es jüngst im Stadtrat ausgesprochen höflich, wenngleich er eine knallharte Botschaft vermittelte: Wie solle für das 150-Jahr-Jubiläum der Jubilar, also vornehmlich das Strandbad, herausgeputzt werden und wie viel Geld koste das? Eine schnelle Antwort erhielt Reichardt nicht; Bürgermeister Klebe erklärte, dass sich das Festkomitee mit dieser Frage beschäftigen werde.

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