Horst Batt aus Arendsee findet deutliche Worte

Wenn Kulturpreis, dann aber richtig

Kunst- und Kulturpreisverleihung 2011: Uwe Holger Idler vom Nagel-Förderverein (v.l.) und Christian Streiter vom Klädener Karnevalsclub nahmen die Ehrung entgegen. Thomas Schlicke gratulierte.

Arendsee. Horst Batt, Ex-Stadtratsmitglied, forderte am Donnerstagabend eine „solitäre“ Veranstaltung, sollte es noch einmal einen Kunst- und Kulturpreis in Arendsee geben. Batt war vom Kulturausschuss eingeladen worden, um seine Ideen zu den Auswahlkriterien zu unterbreiten.

„Ich erinnere daran, dass mit dem ersten Kunst- und Kulturpreis 1991 der Maler Fritz Gentsch posthum geehrt wurde“, so Batt. Damals hatte sich Stadtdirektor Hans-Jürgen Graumann für einen solchen Preis stark gemacht. „Es muss etwas Besonderes sein, der Preisträger sollte auch nicht mit einer Urkunde und Blumen abgespeist werden“, so Batt. Er forderte einen separaten Rahmen, nicht eingebunden in andere Veranstaltungen mit einem Tagesordnungspunkt „Verleihung des Kunst- und Kulturpreises“. 500 Euro, so Batt, seien als materielle Anerkennung ein gutes Zeichen.

Befragt nach den Auswahlkriterien, erklärte Batt, dass diese 1998 unter dem damaligen Bürgermeister Klaus Führ erarbeitet worden waren. „Es gibt praktikable Instrumentarien, sie müssen nur angewendet werden“, forderte der Ex-Stadtrat. Ideen für Preisträger habe er auch: So nannte er den Verein „De Dörpstroat“ in Neulingen, der mit seinem Kartoffelfest besondere Zeichen setzt, aber auch die Künstlerin Katrin Pannicke, die mit der Nagel-Ensemble etwas Langlebiges für die Stadt geschaffen habe.

Das Finden eines Preisträgers erfolge derzeit zu zentralistisch. „Ganz abgesehen davon, dass der Kunst- und Kulturpreis nur sporadisch verliehen wird. Wenn man so etwas macht, dann sollte man den Preis regelmäßig, wenn auch nicht jedes Jahr, verleihen“, forderte Batt. Es gebe ausreichend Anwärter aus den 35 Orten der Satdt. Vorerst letztmalig wurde der Kunst- und Kulturpreis am 27. März 2011 verliehen. Preisträger waren der Klädener Karnevalsclub (KKC) und der Gustav-Nagel-Förderverein. Die Ehrung erfolgte im Rahmen des Wirtschaftsempfangs der Stadt Arendsee im KiEZ.

Von Harry Güssefeld

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