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Wenn der Jubilar die Geschenke verteilt

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Von: Detlef Güssefeld

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Es waren große Gefühle. Party nach zwei Jahren Corona. Aber Band und Fans können es noch. © Freier Mitarbeiter

„Es war wie früher.“ Den Satz hörte man am Sonnabend oft im und vor dem „Kaffeegarten“. Es war, als sei die Zeit stehen geblieben. Und wenn Frauen und Männer um die 50 und 60, die einen Großteil der Besucher ausmachten, sich wieder so fühlen, als sei alles noch so wie früher, dann haben die Veranstalter und die Band „Bordstein“ alles richtig gemacht.

Arendsee - Es waren diese zwei Anlässe. Die nachgeholte Geburtstagsfeier der Gruppe „Bordstein“, die es inzwischen seit 41 Jahren gibt. Und da war die Neugeburt des „Kaffeegartens“. Denn Charlie Schramm, der den Kult-Laden seit 1986 führte, übergab ihn für alle deutlich hörbar an seine Töchter.

Ein Stück Tradition bleibt erhalten

Und so bleibt ein Stück Tradition, erhalten. Daran hatten viele ihren Anteil, hieß es, denen dann am Sonnabend von der Bühne aus gedankt wurde. Dass der Jubilar, also die Band, die Gäste beschenkte und nicht andersrum, das ist auch erwähnenswert. Na gut, die Fans hatten ja mit ihrem Erscheinen sozusagen auch der Gruppe Wertschätzung entgegengebracht.

Und so war es ein Geben und Nehmen, eine Party wie in besten Zeiten. Der Garagensound der Musiker hat sich in den vier Jahrzehnten kaum verändert, es wird gerockt und gehämmert, und wenn dann der Motor aus drei Gitarren, einem Bass und dem Schlagzeug höchste Drehzahlen erreicht, dann sind alle glücklich.

Perfekte Symbiose

Frontmann Karsten Döpelheuer, der den Haufen gut zusammen hat, wie Bassist „Wuta“ betonte, leitete auch an diesem Abend ein großartiges Orchester. An einem denkwürdigen Tag, an dem einmal vergessen werden konnte, dass die Menschheit wieder einmal nicht aus der Geschichte lernt. Der „Kaffeegarten“ lebt weiter, einfach eine der großartigsten Nachrichten – ganz regional betrachtet.

Und die Symbiose aus „Bordstein“ und diesem Musikladen ist so befruchtend. Rock, Blues und kleine musikalische Geschichten dort, wo wenige Meter weiter Gustav Nagel, der Wanderprediger, einst auf seinem Harmonium gespielt hat – für die Liebe zwischen den Menschen.

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Vier Damen und ein Herr: Zusammen über 200 Jahre alt. Aber neu wie nie. © Freier Mitarbeiter

„Bordstein“ spielte in der Besetzung Karsten Döpelheuer (Gesang, Gitarre, Mundharmonika), Manuel Faulbaum (Gitarre), Olaf „Wuta“ Wusowski (Bass), Andreas „Gonzo“ Döpelheuer (Gitarre) und Kevin Reckstadt (Schlagzeug). Ein kleiner Blick in die nahe Zukunft und ein Termin fürs Merkheft: Die Instrumente werden noch nicht ganz abgekühlt sein, dann wird am Donnerstag, 26. Mai, schon wieder aufgebaut. Bei den Seglern auf dem Gelände des Arendseer Regatta-Vereins in Schrampe geht ab 13 Uhr die „Bordstein“-Party weiter.

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