Lindenpark wird nicht mehr für große Veranstaltungen genutzt

Weißer Fleck auf der Tourismuskarte

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Der Lindenpark Arendsee war früher der Ort für große Veranstaltungen. Dies hat sich geändert.

Salzwedel. Rummel, Großveranstaltungen wie ein landesweites Treffen von Senioren und Musikhöhepunkte – früher war der Lindenpark der Ort für Feste mit mehreren hundert Leuten. Dafür wurde der Hauptbereich einst mit Schotter befestigt. Doch das ist seit Jahren vorbei.

Die Festwiese „Bleiche“ hat dem traditionsreichen Gelände offensichtlich den Rang abgelaufen. Sinnbildlich dafür steht die Ruine vom Schützenhaus. Wo jahrzehntelang ausgelassen gefeiert wurde, liegt jetzt nur noch Schutt. Abgesehen von gelegentlichen Zirkusbesuchen wird das Grundstück nur als Parkplatz genutzt.

Auch vom Schützenhaus ist nur noch Schutt übrig. Auf der rechten Seite des Parks beginnt der Kur-Natur-Erlebnispfad.

Die Stadt scheint das Gelände darüber hinaus nicht mehr auf dem Plan zu haben. Hinweise für diesen Bereich inklusive angrenzendem Wald gibt es nur wenige. Touristisch wird dafür nicht geworben, obwohl investiert wurde. Bürgerarbeiter kümmerten sich um den Natur-Erlebnis-Pfad, der vom Lindenpark durch den Stadtwald zum Faulen See führt. Etliche Tafeln und auch der Aussichtspunkt wurden neu gestaltet. Doch davon haben wohl nur wenige Menschen etwas. Denn Urlauber entdecken diesen Bereich oft nur durch Zufall, zum Beispiel wenn sie dort lang fahren.

Auf der offiziellen Internetseite gibt es weder im Tourismus- noch im Stadtbereich Hinweise auf Park und Pfad. Dort werden andere Wanderrouten beschrieben. Stadtwald mit Kur-Natur-Erlebnis-Pfad, Lindenpark und Fauler See wurden ausgelassen. Wer in der Suchfunktion Lindenpark eingibt, bekommt die Nachricht: „Es wurden keine Seiten gefunden.“ Wie schwierig es sein kann, den Ablauf des Erlebnis-Pfades nur anhand der Tafeln zu finden, zeigte eine Wanderung am Sonnabend. Hinweisschilder sind marode und zum Teil umgekippt.

Von Christian Ziems

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