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Weihnachtsbaum von Tauchern im Arendsee versenkt

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Taucher
Andre Torno und Hans-Henning Schindler mit dem Weihnachtsbaum, der kurz darauf in der Tiefe des Arendsees verschwunden war. © Eckehard Schwarz

„Es ist sehr schön, wieder eine gemeinsame Weihnachtsfahrt hier auf unserem Arendsee durchführen zu können. Das machen wir eigentlich seit 2015, doch wegen Corona konnten wir dies in den letzten beiden Jahren nicht. Unter den Auflagen hat bei uns Tauchern doch das Vereinsleben gelitten, daher bin ich sehr froh, dass wir wieder einmal in gemütlicher Runde zusammenkommen“, betonte der Vorsitzende des Arendseer Tauch-Clubs Hans-Henning Schindler am Sonnabend, 10. Dezember, bei der Begrüßung zur traditionellen Seerundfahrt mit Winterbaden und Tauchgang auf der Queen. 

Arendsee. „Es ist sehr schön, dass wir mit den Tauchern zusammen arbeiten und feiern können“, freute sich auch Uwe Walter, der Chef der Arendseer Winterbader (Saunis) zur Begrüßung. Wie er weiter berichtete, nutzen die Winterbader das Grundstück des Tauch-Clubs seit Längerem, um sicher ins Wasser zu gehen und in gemütlicher Runde gemeinsam zu feiern. Dafür unterstützen sie wiederum die Taucher bei ihren Arbeiten zur Pflege und Erhaltung des Vereinsgeländes.

Ziel des gemeinsamen Ausflugs am Sonnabend, 10. Dezember, war der Anlegesteg an der „Wanderrast“, wo sich die Taucher sowie die Winterbader sofort auf ihren Wassergang vorbereiteten. Seit Jahren ist das „offizielle“ Wassertemperaturmessen von Lothar Herold der oft sehr lustige Beginn des Badens. Auch diesmal hatte er wieder seine beiden Thermometer, analog und digital, wie er betonte, dabei und stellte zum Bedauern der Winterbader fest, dass das Wasser im See mit genau 4,1 Grad in 20 Zentimeter Tiefe gemessen wärmer sei als die Luft mit 0 Grad.

Menschen
Andre Torno, Klaus Erich Ruppelt und Hans-Henning Schindler (v.l.) bereiten den Weihnachtsbaum für den Tauchgang vor. © Eckehard Schwarz

„Egal, was er messen wird, ich würde da jetzt nicht bei diesen Wassertemperaturen und dem ungemütlichen Wetter unbedingt reingehen“, betonte eine Frau bewundernd, die dem Wassergang von der warmen Gästekabine der Queen aus zusah. Anders war da schon die siebenjährige Helene Thimian, die begleitet von den Winterbadern einmal kurz in den See ging.

Bereits am Freitag, 16. Dezember, werden die Winterbader im Rahmen des Lebendigen Adventskalender noch einmal in dem kalten See baden gehen. Den Jahresabschluss bildet dann zwei Tage später ein Weihnachtsbaden an den Kaskaden. Auch für das kommende Jahr haben sich die Arendseer Winterbader wieder einiges vorgenommen.

Winterbader
Die Arendseer Winterbader fühlten sich wohl in ihrem Element. Sie nutzen das Grundstück des Tauchclubs seit längeren, um sicher ins Wasser zu gehen sowie um in gemütlicher Runde gemeinsam zu feiern. © Eckehard Schwarz

So wollen sie an den Badeveranstaltungen in Berlin Orankesee (14. Januar 2023), Stresow (18. März) und Warnemünde (29. April) teilnehmen. Der Vereinshöhepunkt für sie wird jedoch wieder der große Winterbadetag am Sonnabend, 21. Januar, auf dem Gelände des Tauchclubs sein, den sie dann bereits zum 19. Mal durchführen werden.

Auch Hans-Henning Schindler und Andre Torno nutzten die Fahrt, um bei einem Tauchgang ins Wasser zu steigen. Damit es etwas weihnachtlich wurde, hatte Hans-Henning Schindler einen durch LEDs beleuchteten „Weihnachtsbaum“ mitgebracht, der im See versenkt wurde.

„Die Tradition, nach einem Weihnachtsbaum zu tauchen, gibt es schon seit vielen Jahren. Zu DDR-Zeiten hatten wir ihn an einem Kabel mit 12 Volt zum Leuchten gebracht“, erinnerte sich Hans Henning Schindler. In diesem Jahr haben die beiden Taucher ihren Baum in sechs Metern Tiefe befestigt und tauchten, beobachtet von vielen Freunden an Bord, mehrfach um ihn herum.

Doch dann verschwanden sie hinter der Seebruchkante an der Wanderrast in die Tiefe, sodass die Beobachter nur ab und zu ein paar Luftblasen sahen. Nach etwa 30 Minuten waren alle wieder wohlbehalten an Bord und stärkten sich erst einmal mit einer Tasse heißem Kaffee sowie Kuchen. In gemütlicher Runde ging dann die Fahrt zurück zum Queen-Anleger.

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