Taucher und Winterbader erfrischen sich bei knapp 6 Grad

Ein Weihnachtsbaum auf dem Seegrund

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Die Arendseer Winterbader in ihrem Element. Es ist immer etwas Besonderes, wenn Lothar Herold die Wassertemperatur misst.

Arendsee – Das letzte Mal in diesem Jahr drehte die „Queen Arendsee“ am Sonnabend ihre Runden auf dem See. Mit dabei waren die Winterbader (Saunis) sowie die Mitglieder des Tauchclubs.

Der Baum wird ins Wasser gelassen: Schaulustige zückten ihre Handys und hielten diesen Moment fest.

„Es ist sehr schön, dass wir mit den Tauchern zusammen arbeiten und feiern können“, freute sich Uwe Walter, der Chef der Saunis. Die Eisbader nutzen das Tauchclub-Grundstück, um sicher ins Wasser zu gelangen. Dafür unterstützen sie wiederum die Taucher bei ihren Arbeiten. Deren Chef, Hans-Henning Schindler, zeigte sich bei seinen Begrüßungsworten ebenfalls von der Zusammenarbeit angetan.

Die Taucher hatten die Tanne mit LED-Lichtern ausgestattet, damit sie gut sichtbar ist.

Ziel des gemeinsamen Ausflugs am Sonnabend war der Anlegesteg an der „Wanderrast“. Von dort ging es ins Wasser. Das offizielle Wassertemperaturmessen durch Lothar Herold war den Start. In seinem Badeanzug aus den 1920-er Jahren stellte er zum Bedauern der Winterbader fest, dass das Wasser mit genau 5,9 Grad (in einem Meter Tiefe) noch zu warm ist. „Egal, was er messen wird, ich würde da jetzt nicht unbedingt reingehen“, sagte ein Wanderer bewundernd.

Den vier Tauchsportlern, die einen Weihnachtstauchgang machen wollten, war die Wassertemperatur hingegen relativ egal. Sie hatten Trockentauchanzüge an. Damit es etwas weihnachtlich wurde, hatten Hans-Henning Schindler und Jürgen Kreutzmann einen mit LED-Leuchten bestückten Christbaum mitgebracht. „Die Tradition, nach einem Weihnachtsbaum zu tauchen, gibt es schon seit vielen Jahren. Zu DDR-Zeiten haben wir ihn an einem Kabel mit 12 Volt zum Leuchten gebracht“ erinnerte sich Hans-Henning Schindler. Die Taucher befestigten die Tanne in sechs Meter Tiefe. Die Eisbader gingen vom Ufer aus mit lauten Lachen in den See und spritzten sich gegenseitig mit Wasser nass. Nach etwa 30 Minuten waren alle wieder an Bord des Schiffes und stärkten sich erst einmal mit einer Tasse Kaffee und Kuchen. In gemütlicher Runde ging die Fahrt zurück zum Anleger.

Bereits am 11. Januar fahren die Saunis zur Winterbadeveranstaltung nach Berlin Orankesee, bevor sie dann selbst Gastgeber des großen Winterbadetages sind. Dieser wird am Sonnabend, 18. Januar, auf dem Gelände des Tauchclubs geboten. Zuschauer sind willkommen, Beginn ist um 14 Uhr.

VON ECKEHARD SCHWARZ  

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