Arendseer Schiff soll ab dem 1. Mai wieder seine Runden drehen

Warten auf den neuen „Queen“-Generator

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Die „Queen Arendsee“ soll noch auf dem Trockendock bleiben. Im Laufe der kommenden Woche gilt es, einen neuen Generator einzubauen. TÜV-Experten werden sich die gesamte Konstruktion dann anschauen.

Arendsee. Mit „Queen“-Fahrten wird es im April wohl nichts. „In dieser Woche kommt der neue Generator“, gab die amtierende Geschäftsführerin, Sonja Nowak, einen aktuellen Stand zu den Arbeiten an der Arendseer Attraktion.

Die Lieferzeit solch eines Gerätes ist lang, es wird nun in den nächsten Tagen durch ein Loch im Schiff installiert. Dieses gilt es anschließend zu schließen, damit kein Wasser eindringen kann. Dafür wird Schweißtechnik eingesetzt. Wenn der Bereich mit spezieller Farbe gestrichen wurde, kann der TÜV kommen. Die Experten schauen sich den Unterboden am 11. April ganz genau an. Die Entscheidung, ob das Schiff wieder seine Runden drehen darf, wird es im Anschluss geben. Danach können die Saisonvorbereitungen mit Hochdruck betrieben werden. Sonja Nowak geht davon aus, dass ab dem 1. Mai wieder Fahrten möglich sind.

Das Schiff gilt seit Jahren als wichtige Einnahmequelle für die kommunale GmbH. Damit es dabei bleibt, wurde investiert. So mussten sechs Quadratmeter alter Rumpfplatten ersetzt werden. Für den Herbst ist das Sanieren des Oberdecks sowie der Inneneinrichtung mit Küche und Toiletten angedacht. Rund 200 000 Euro sind nötig.

Aber nicht nur die Experten beschäftigen sich mit dem Schiff. Besucher sollen sich während der Saison darauf wohlfühlen. So gibt es erstmals ein Konzert zum Sonnenaufgang. Dies geschieht am Sonntag, 17. Juni, im Rahmen der Altmark-Festspiele. Die Einschiffung erfolgt um 4.30 Uhr. Begleitet wird dies vom Flair-Hotel „Deutsches Haus“. Dort können auch Karten reserviert werden. Eine Reihe von Anfragen gab es bereits. Hotelier Burghard Bannier geht davon aus, dass es nicht die einzige Tour dieser Art sein wird: „Das ist eine ungewöhnliche Veranstaltung.“ Atsuko Koga (Flöte) und Georgiy Lomakov (Violoncello) werden musizieren. Nach dem klassischen Konzert gibt es ein Frühstücksbuffet. Das Schiff fährt an diesem Morgen vom Steg unterhalt des Hotels ab und legt dort im Anschluss an das Konzert wieder an.

Was die regelmäßigen Seeumrundungen mit der „Queen“ angeht, sollen die Preise stabil bleiben. Erwachsene zahlen 10 Euro, Kinder (drei bis 13 Jahre) 5 Euro. Ab Gruppen von 20 Gästen gibt es 20 Prozent Rabatt. Das Schiff fährt aber erst, wenn mindestens 15 Gäste mitwollen.

Von Christian Ziems

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