Familie Graf aus Rademin sorgt sich um die Grünflächen der Gemeinde

Warten auf den Mäher

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Vor dem Anwesen der Familie Graf in Rademin steht das Gras hoch – und weit und breit ist niemand zu sehen, der sich dieser Fläche widmet. Die angrenzenden Bewohner fordern, dass die Kommune das Problem löst. Und das nicht zum ersten Mal.

Rademin. Es ist noch nicht lange her, da hatte die Familie Graf aus Rademin das Mähen der Grünfläche vor ihrem Anwesen angemahnt.

Die Kritik ging in Richtung Ortsteil und Stadt – und wenige Tage später drehten im Auftrag der Stadt die Rasenmäher ihre Runden auf der rund 400 Quadratmeter großen Fläche. „Dieser Rasen vor unserem Grundstück gehört uns nicht und wir werden ihn auch nicht mähen“, so Graf gestern gegenüber der AZ. Zu beobachten ist, dass einige Flächen im Dorf kurz geschoren sind, einige aber nicht. Wonach es hier geht, wisse Roland Graf auch nicht. Fakt ist, dass der Anblick von der Straße auf sein Anwesen getrübt wird, wenn Rasen und die Schafgarbe in die Höhe schießen.

Klar ist, dass die Gosse gereinigt wird. „Es fällt enorm viel Laub von den Eichen nebenan an, wir haben das Laub auf einen Haufen geworfen und hoffen, dass es bald abgeholt wird“, so der Rademiner.

Seiner Ansicht nach werde sich die Situation weiter verschlimmern, weil es die Bürgerarbeiter, die immer wieder in Rademin aktiv waren, nicht mehr gibt. Und damit wirft er die Frage auf, wer in Zukunft die kommunalen Flächen pflegen wird. „Ich habe davon gelesen, dass die Stadt und ihr Wirtschaftshof immer wieder in den Fokus geraten, weil die gesamten Arbeiten nicht erledigt werden können“, so Roland Graf weiter. Er hoffe, dass die Vergabe der Flächenpflege an Unternehmen schnell erfolge, damit kein Stau entstehe. Einer in Kaulitz angedachten Lösung, dass einige kommunale Flächen in Verantwortung der Grundstücksbesitzer übergeben werden, stehe er skeptisch gegenüber. Es müssten alle Einwohner eine gemeinsame Sprache sprechen. Ob das in Rademin funktioniere, das bezweifelt er.

Dass er die Pflege des Grünstreifens vor seinem Anwesen fordert, empfindet er mehr als gerecht. „Es gibt zahlreiche Rechtssprechungen, die uns darin bestärken“, erklärte der Rademiner.

Von Harry Güssefeld

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