Weg an der Wirler Spitze wird besonders beworben / BUND und SUNK wollen Strecke frei halten

Wandern soll Fremde locken

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Jürgen Starck brachte gestern das neue Plakat an, Ine Pentz (r.) und Corinna Klukas informierten über aktuelle Pläne zum Grünen Band. Die Wirler Spitze nahe Ziemendorf ist durch nährstoffarme Sandflächen geprägt. 

Ziemendorf. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Landesstiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz (SUNK) dokumentieren seit gestern ihre Zusammenarbeit mit einem Plakat am Rastpunkt Wirler Spitze nahe Ziemendorf.

Beide wollen noch mehr Sichtbares leisten. Die einstige innerdeutsche Grenze gehört zum Grünen Band, der Kolonnenweg bietet Wanderern und Radlern die Möglichkeit, die Natur zu entdecken. Damit die Artenvielfalt erhalten bleibt, gilt es kontinuierlich zu pflegen. „Dazu gehört das Rausziehen von jungen Bäumen“, erläuterte Ine Pentz vom BUND.

Nicht nur heimische Arten wie der Vogel Ziegenmelker, der sozusagen als Maskotchen der Wirler Spitze dient, mag freie Flächen. Auch Radler und Wanderer empfinden es als unangenehm, wenn ihnen Äste ins Gesicht wedeln. Auf einer Strecke von bis zu 15 Kilometern sollen betroffene Bereiche frei geschnitten werden. Darüber informierte Corinna Klukas von SUNK. Sie hob die Wichtigkeit dieses Bereiches in der Arendseer Region hervor. Denn es nicht nur ein Lebensraum, sondern auch geschichtlich interessant. Die einstige Teilung kann vor Ort nachvollzogen werden. Darum ist es den Verantwortlichen auch wichtig, den vorhandenen Kolonweg zu erhalten. Dazu gehört die von Anfang an vorhandenen Löchern in den Betonplatten. Diese ruckeln zwar, sind aber Bestandteil des Grünen Bandes. Um trotzdem den Bedürfnissen gerecht zu werden, wurden die Zwischenbereiche befestigt. Das Mineralgemisch fällt aber kaum auf, da es wieder zuwachsen kann.

Jürgen Starck, der sich mit ehrenamtlichen Arbeiten wie Führungen (siehe Infokasten) verstärkt für die Wirler Spitze einsetzt, will die Region noch bekannter machen. Der Abschnitt an der Landesgrenze zu Niedersachsen soll als Wanderweg qualifiziert werden. Die Stadt wurde im November 2016 informiert, Jürgen Stark hofft auf Hilfe aus dem Arendseer Rathaus. Er wirbt mit verschiedenen Touren für Natur sowie Geschichte. Dazu gehören im Sommer auch Barfuß-Wanderungen.

Von Christian Ziems

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