Sommercamp im Kindererholungszentrum lehrt Nachhaltigkeit / Ferienprogramm mit Badespaß

Waldhütten in der Arendseer Wildnis

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Leonie Haß, Nele Schliker, Nina Henschke, Krystyna Schröter und Heiko Oeser beim Bau der Waldhäuser. Auch ein Weg aus Kiefernzapfen wurde angelegt. „Die Kinder und Jugendlichen sollen lernen, dass man auch ohne Internet und Handy Spaß haben kann“, so Betreuerin Krystyna Schröter. 

Arendsee. Seit 25 Jahren schon besteht das Kindererholungszentrum (KIEZ) in Arendsee. „Und seit je her können Kinder und Jugendliche in ihren Ferien im Sommercamp die Seele baumeln lassen“, berichtet die pädagogische Leiterin der Einrichtung, Heidrun Schröder, nicht ohne Stolz.

In zwei Durchgängen erholen sich in der Seestadt jeweils 40 Kinder im Alter von sechs bis 16 Jahren im KIEZ. „Wir sind schon eine große Familie und haben auch ein hohes gegenseitiges Vertrauen zueinander“ berichtete Krystyna Schröter, die mit ihrem Mann Rene als Betreuer mit vor Ort sind. Neben Badespaß im Arendsee wurde vom KIEZ für die Jungen und Mädchen ein umfangreiches Ferienprogramm vorbereitet. So können sie die Sporteinrichtungen nutzen um Fußball, Beach- und Basketball zu spielen oder im Niedrigseilgarten ihr Gleichgewicht ausprobieren. Auch ein Besuch der Langobardenwerkstatt in Zethlingen steht auf dem Programm. Zu den Höhepunkten zählen bei den Kindern natürlich auch die Disco, die Nachtwanderung sowie eine spannende Schatzsuche mit echter Schatzkarte. Natürlich bleibt auch Zeit zum Entspannen.

Dass sich die Kinder, die vorwiegend aus den beiden Altmarkkreisen kommen, im Camp wohlfühlen, konnte man beim Hüttenbauen erkennen. „Wir nehmen nur Hölzer, die bereits am Boden liegen und verwenden auch keine Plastiksachen oder Ähnliches“ betonte Krystyna Schröter. Wie sie weiter berichtete, möchten die Erzieher unter anderem mit dem Waldhäuserbau den Kindern auch zeigen, dass man sich ohne Handy und Internetspiele gut beschäftigen kann.

Leonie Haß, Nele Schliker, Nina Henschke, Maya Krandel, und Heiko Oeser waren mit viel Freude und Spaß beim Bau ihrer Hütte dabei. Sie gestalteten neben dem Haus auch einen Weg aus Tannenzapfen und einen schönen Vorgarten. Selbst an einen Unterstand für einen kleinen Hund hatten sie gedacht. Als Fellnase diente bei den Kindern in diesem Falle sogar eine angeleinte Flasche.

Leonie Haß und Nele Schliker sind schon seit mehreren Jahren Gäste des Sommercamps in Arendsee. „Wir würden nicht wieder herkommen, wenn es uns nicht so gut gefallen würde“ berichten beide einstimmig. Sie hatten nur noch einen Wunsch für ein perfektes Ferienvergnügen: „Wir hätten so gerne ein Pferd zum Reiten und streicheln, das wäre toll“ betonten die Freundinnen lachend und verschwanden im Wald, um noch mehr Tannenzapfen zu holen.

Von Eckehard Schwarz

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