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Wachwechsel im Schnelldurchlauf

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Von: Detlef Güssefeld

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Der neue Ortswehrleiter in Kläden ist David Wuthe (l.). Er übernimmt die Geschäfte von Volker Prange. © Freier Mitarbeiter

Es ging alles ganz schnell: Zu Beginn der Jahreshauptversammlung hatte Volker Prange sein Amt als Ortswehrleiter zur Verfügung gestellt. Zum einen, weil er sich sagte, nach den vielen Jahren wolle er Jüngere ans Ruder lassen, aber auch, weil er sich in Zukunft als Vize-Stadtwehrleiter für die Belange der Arendseer Wehren einsetzen möchte.

Kläden - Und es war kein Geheimnis, dass der Wachwechsel schon gut geplant war. David Wuthe übernimmt das Ruder. An seiner Seite steht mit Swen Pietschmann weiterhin ein erfahrener Kamerad, der das alltägliche Allerlei der Wehr beherrscht, aber auch die Wettkampftruppe in den vergangenen Jahren von Sieg zu Sieg führte. Als Gruppenführer wird nun Ex-Ortswehrleiter Volker Prange seinen Dienst antreten, Sicherheitsbeauftragter bleibt Alex Schülke. Mathias Zemke steht weiter als erfahrenerer Gerätewart zur Verfügung und damit alles der Nachwelt in schwarz auf weiß erhalten bleibt: Annett Schünke bleibt Schriftführerin.

Volker Prange nutzte die Gelegenheit, einen kleinen Rückblick auf seinen Dienst in der Wehr zu werfen. „Es ist an der Zeit, es in jüngere Hände zu geben, um auch dauerhaft die nächsten Generationen zu erreichen und nicht als Feuerwehrdinos eventuell Neues zu blockieren“, so Prange in einer teils bewegenden Rede. 30 Jahre sei er als Stellvertreter und Chef im Dienst gewesen. Er bleibt auch als Vize-Stadtwehrleiter in Arendsee dem Fachdienst Brandschutz des Altmarkkreises erhalten. Und natürlich der Wehr in Kläden, nun als Gruppenführer. Rückblickend betrachte er sein Tun als erfolgreich. Er erinnerte an die gemeinsame Zeit mit Wehrleiter Ralf Damaschke, an die Anschaffung des Löschfahrzeuges (LF) 8, das später durch das LF 10/6 ersetzt wurde. Er erwähnte die Nutzung des LF 8 als Schlauchwagen, dessen Funktion schließlich ein Gerätewagen übernahm. Kritik übte Prange an den Querelen im eigenen Ort, wenn es um das Benutzen und Aufteilen der Räume im Gerätehaus ging. Er bezeichnete das als „überflüssige Streitigkeit“ und „mangelnde professionelle Zusammenarbeit.“ „Es gab Momente der Ratlosigkeit“, so Prange nachdenklich. Er wünsche sich in Zukunft einen besseren und konstruktiveren Umgang mit dem neuen Wehrleiter.

Er appellierte mit seinen Worten an die Einstellung einiger Feuerwehrleute, die ihre Mitgliedschaft mit Leben erfüllen sollten. Und warnte vor einer Zeit, in der die Feuerwehr aus dem Ort verschwinden könnte. Er bezeichnete eine Ortswehr als „Motor der Gemeinde.“

Mut machte Prange auch: Er wünschte der Klädener Wehr, dass sie 150 und 200 Jahre bestehen möge. Aber 2025 erst einmal der 135. Geburtstag geplant. Die Feiern zum 130. waren Corona zum Opfer gefallen. Es gab Beifall und eine besondere Ehre. Karin Schulz vom Kreisfeuerwehrverband zeichnete Volker Prange mit der Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes aus, der sichtlich gerührt war.

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Für 50 Jahre in der Wehr wurde Reinhold Seeger (l.) geehrt. Stadtwehrleiter Hans-Joachim Hinze gratuliert. © Freier Mitarbeiter

Es gab auch Ehrungen und Beförderungen am Freitagabend: Großen Beifall gab es für Horst Fabel, der seit 60 Jahren in der Wehr ist. Reinhold Seeger freute sich über die Auszeichnung für 50 Jahre Mitgliedschaft ebenso wie Jürgen Rauser. Andreas Döpelheuer ist vier Jahrzehnte dabei, Gerald Pilz und Andreas Wiechert 30 Jahre. Madlen Pieper und Steffen Krüger stehen seit 20 Jahren treu zur Truppe und Ailyn Karschol seit einem Jahrzehnt.

Außerdem wurden Tabea Schumacher zur Hauptfeuerwehrfrau und Jonathan Boczek zum Hauptfeuerwehrmann befördert.

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