Auflagen vom Land

Vilja Hanke soll Plattform am Arendsee zurückbauen: „Das nehme ich persönlich“

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Vilja Hanke zeigt auf die Plattform, die den Übergang zum Steg bildet.

Arendsee – Die Arendseerin Vilja Hanke steht vor ihrem Steg direkt am Ufer des Arendsees. Und versteht die Welt nicht mehr, nachdem sie das Schreiben des Landesbetriebs für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) bekommen hat.

Darin wird sie aufgefordert, bis zum 20. September „die nicht genehmigten Metallteile“ in Stegnähe und die Plattform auf dem Landesgrundstück zurückzubauen.

„Diese Aufforderung widerspricht dem Gleichbehandlungsprinzip und ist reine Willkür“, so Vilja Hanke. Ein Blick rechts und links entlang des Seeufers zeige, dass die meisten Anlagen aus Holz unter Verwendung von tragenden Teilen aus Metall gebaut wurden. „Selbst die Seetribüne ist nicht aus Holz allein, sondern die Dalben, die das Bauwerk tragen, aus Metall, sonst würde es nicht funktionieren“, sagt die Arendseerin der AZ. Es gehe ihr nicht darum, mit dem Finger auf andere Stegbesitzer zu zeigen.

Aber in ihr wachse das Unverständnis darüber, dass sie zudem aufgefordert wird, die Plattform auf dem Landesgrundstück zu entfernen. Eine Plattform aus Holz, die nicht fest im Boden verankert ist und einen gefahrlosen Übergang vom Grundstück auf den Steg bietet. Innen hohl, nutzen Tiere wie der Igel die Holzbehausung, um sich darin aufzuhalten. Der Efeu hat aus Baum und Plattform eine Einheit werden lassen. „Diese ganze Geschichte ist pure Willkür“, wiederholt Vilja Hanke. Sie sehe darin eine Reaktion des LHW, nachdem dieses in einem anderen Rechtsstreit zahlen musste.

Eigentlich sollte erst zum 30. September der Rückbau erfolgen. Wegen eines „Büroversehens“ beim LHW soll das nun bis zum 20. erfolgen, heißt es.

VON HARRY GÜSSEFELD

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