12. Eisbadetag in Arendsee / Teams kommen aus mehreren Bundesländern / Mehr als 200 Besucher schauten zu

Bei vier Grad geht es ins Wasser

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Als die Gastgeber, die Arendseer Saunis, zum Schluss ins Wasser gingen, folgten ihnen nochmals viele Teilnehmer aus den anderen Teams. Jede Gruppe hatte ihre eigene Kostümidee.

Arendsee. „Wir haben heute eine Wassertemperatur von 4 Grad Celsius, und die Luft hat 0 Grad Celsius, also bestes Wetter, um im See baden zu gehen“ scherzte Michael Meyer, Chef der Luftkurort GmbH und Moderator des 12. Eisbadetages am Arendsee, zu Beginn der Veranstaltung.

Begrüßt wurden die Teilnehmer und Gäste des Eisbadens auch von Arendsees Bürgermeister Norman Klebe, der sich freute, dass die Veranstaltung einen so positiven Zuspruch findet.

„Urmutter“ Christine Meyer, wie sie von ihren Eisbadefreunden scherzhaft genannt wird, da von ihr die Idee zum Eisbaden im Arendsee ausging, betonte, dass das Eisbaden schon eine lange Tradition hat. Sie nannte als Beispiele hierfür Pfarrer Sebastian Kneipp aus Wörishofen und natürlich den Arendseer Naturmenschen Gustav Nagel.

Anschließend berichtete Pfarrer Stefan Kemper-Kohlhase aus Kläden bei Stendal über seine Erlebnisse beim Eisbaden. Er war zehn Jahre als Pfarrer in einer Gemeinde unweit des Polarkreises tätig und habe das Eisbaden dort in Zusammenhang mit Saunabesuchen kennen und lieben gelernt. Wie er weiter berichtete, feiern orthodoxe Christen am 6. Januar das Epiphanias-Fest. An diesem Tag pflegen Tausende Gläubige in Russland, in eiskaltes Wasser zu tauchen. „Ich habe von der Eisbadeveranstaltung in Arendsee im Internet gelesen und bin froh, daran teilzunehmen“, freute er sich.

Dann war es für die Eisbader soweit. Nach kurzer Gymnastik zum Aufwärmen der Muskulatur unter Anleitung von Bärbel Ziegenbein ging es für die Eisbader unter Beifall der Schaulustigen in die Fluten des Arendsees. Den Anfang machte Wolf-Rüdiger Marbs von den Alandern aus Seehausen. Rund 50 Eisbader aus elf Vereinen folgten ihm.

Ein besonderer Gast war die zwölfjährige Sandrine Rudolph aus Osterburg. Sie hatte von ihrer Englischlehrerin, Karin Walter, viel von der Veranstaltung in Arendsee gehört, war neugierig geworden und wollte das Eisbaden selbst ausprobieren. Dazu erhielt sie Tipps von Uwe Walter, der seit Jahren ein aktives Mitglied der Arendseer Saunis ist.

Die Eisbader zeigten sich von den Temperaturen im und am Arendsee nur wenig beeindruckt. Sie sorgten beim Gang ins Wasser mit ihren oftmals lustigen Kostümen für eine fröhliche Stimmung. Da waren unter anderem die Brandenburger Eisbären, die mit Mützen, Fahne und Trillerpfeife in das Wasser gerufen wurden. Andere Vereine gingen in alten Badeanzügen, mit Sonnenschirm und bunten Perücken ins Nass. Auch die gastgebenden Arendseer Saunis hatten mehrere neue Kostüme angefertigt. Traditionsgemäß gingen sie als Letzte ins Wasser, und viele der anderen Eisbader folgten ihnen nochmals in den Arendsee. Abgesichert wurde die Veranstaltung von Hans Henning Schindler und Andre Torno vom Arendseer Tauchclub.

Von Eckehard Schwarz

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