Viele Zwiebeln, aber keine Tränen

Wo noch vor Tagen die Schützen in Lüchow feierten, trafen sich am Dienstag Mitglieder der Volksbank Osterburg-Lüchow-Dannenberg. Sie stimmten unter anderem über die Höhe und Verwendung der Dividende sowie über die Zusammensetzung des Aufsichtsrates ab. Rechts im Bild Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Wilkens.

Lüchow. Die Wirtschaftskrise 2009 ist mit Bravour gemeistert, die Volksbank Lüchow-Dannenberg hat die Herausforderung angenommen – die Kunden können einem Unternehmen mit einem funktionierenden Risikomanagement vertrauen.

So die Worte des Prüfers Hans-Günther Petersen von der Genossenschaftsbank, die nicht nur die Verantwortlichen im Präsidium lächeln ließen. Die 637 Mitglieder der Volksbank, die zur Generalversammlung nach Lüchow gereist waren, konnten sich über 6,5 Prozent Dividende freuen. Keine Diskussion – und bei der vom Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Wilkens vorgeschlagenen Reduzierung des Aufsichtsrates von derzeit 16 auf zwölf Personen in nächster Zeit gab es eine klare Mehrheit. Für eine Frauenquote fehlen die Vorschläge. Fred Gunter Bade (Klein Breese), Hinrich Bohne (Zasenbeck), Helmut Hahlbohm (Wustrow), Albrecht Hettig (Lüchow) und Werner Rodewald (Schweimke) wurden wiedergewählt. Die Umsatz- und Ertragskurven zeigen nach oben, auch wenn wie bei Brenn- und Treibstoffen die Preise mitentscheidend waren. Wichtige Investitionen konnten umgesetzt werden. Das Bankhaus in Gartow wurde gekauft, Vorstandsvorsitzender Dieter Schulz bezeichnet auch die Düngerhalle in Osterburg und den Haus- und Gartenmarkt in Schweskau als weitsichtige Entscheidungen.

Die Vorstände Dieter Schulz, Bernd Weill und Volker Mahnke werden im Laufe des nächsten Jahres ausscheiden. Als potenzielle Nachfolger wurden am Dienstag Grit Worsch aus Woltersdorf, Hanno Jahn (Lüchow) und Berthold Hilmer aus Soltendieck benannt. Es gilt als sicher, dass der Aufsichtsrat die drei Kandidaten bestätigt.

Übrigens: Auch mit Zwiebeln verdient die Voksbank viel Geld. Wenn Zwiebeln manchmal Tränen verursachen – in Lüchow gab es keine.

Von Harry Güssefeld

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