Niederländer beginnt, Anlagen am Rande des Dorfes zu bewirtschaften

Wie viele Kälber verträgt Kleinau?

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Die ehemalige Milchviehanlage in Kleinau soll weiter genutzt werden – als Mastställe für Bullenkälber. Die Anlage soll saniert werden.

Kleinau – Das Thema polarisiert. Die einen finden das Vorhaben, dass in den ehemaligen Milchviehställen nun Bullenkälber eingestallt werden, als Belebung für den Ort.

Während der jüngsten Ortschaftsratssitzung in Kleinau hatten die Männer und Frauen um Ortsbürgermeister Sven Schottenhamel das Thema auf der Tagesordnung.

Anwesend war auch der Niederländer, der das Projekt in kurzen Worten auf Nachfrage der Bauamtsleiterin Monika Günther vorstellte. Eine Änderung gab es dann während des Abends schon: Es sollen nur 2 600 Bullenkälber bis zu einem Alter von acht Monaten dort stehen. Zunächst war von über 3 000 ausgegangen.

Die Zahl wurde so zur Kenntnis genommen. Aber es gab auch Kritik. Ingo Scheffer als Einwohner von Kleinau sprach sich gegen das Vorhaben aus. Zu viele Tiere, zu viele Fahrzeuge, die über die Straße am Friedhof und an den Wohnblöcken entlang zu den Anlagen fahren, so seine Bedenken. „Es ist das Recht der Bürger, sich zu äußern. Das ist gut so, auch wenn nicht jeder Wunsch erfüllt werden kann“, so Schottenhamel gegenüber der AZ.

Als Alternative kam die Zufahrt über den befestigten Wag ab Märschenweg, in Betracht. Dieser wurde auch vom Betreiber favorisiert. Es müsse darauf geachtet werden, dass die Wege von dem Unternehmen auch genutzt werden dürfen. Die Frage, wie viele Lkw täglich zur und von der Anlage durch den Ort fahren, wurde gestellt. Es sollen drei bis vier am Tag sein, so der Holländer. Die Befürworter verwiesen auf den enormen Verkehr, der zu Zeiten der Milchproduktion angefallen war. Nun sei es nur ein Teil davon.

Die Stallanlagen gehörten einst der Agrargenossenschaft. Sie befinden sich rund 600 Meter von der Ortslage entfernt.

Die Bullenkälber kommen aus Kerkau. Sie werden dort im Rahmen der Milchviehhaltung geboren und dann nach Kleinau gebracht. Der Rat geht ganz klar davon aus, dass alle gesetzlichen Bestimmungen zur Haltung eingehalten werden, hieß es.

VON HARRY GÜSSEFELD

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