Bürgermeister Klebe sieht Überalterung und Mehrarbeit / Finanzausschuss ist gespalten

Wie viel Verwaltung ist nötig?

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Geht es nach den Wünschen des Bürgermeisters der Stadt Arendsee, dann sollte die Verwaltung in Arendsee nicht verkleinert werden. Im Rathaus befürchtet man ansonsten Engpässe beim Dienst am Bürger.

Arendsee. „Sollte sich die Personalsituation weiter so darstellen und freigewordene Stellen nicht besetzt werden können, dann müssen wir die weiße Fahne hissen.

“ Bürgermeister Norman Klebe sprach am Dienstagabend während des Finanzausschusses aus, was auch Hauptamtsleiter Andreas Koch glaubt. „Unsere Verwaltung ist überaltert, wir verlieren in den kommenden Jahren wichtige Personen und müssen darüber nachdenken, wie und ob wir sie ersetzen“, so Koch. Eine Neubesetzung sei schwierig, weil andere Verwaltungen ähnliche Probleme hätten, auch in den Landesdienststellen würde dringend Personal gesucht. Eine Art Kannibalismus befürchtet Norman Klebe.

Ziel solle es sein, dass der Personalbestand auf dem Niveau des Jahres 2013 gehalten wird. Das sind aktuell 23,2 VbE plus Einheitsgemeindebürgermeister. So will es Bürgermeister Norman Klebe, ungeachtet der Überlegungen, die bereits vor Jahren angestellt wurden, um die Verwaltung schlanker zu machen. Der Grund für den Rückzug: Die Kommunen bekämen immer mehr Aufgaben aufgedrückt. Vom Land, vom Kreis. „Wir wissen nicht mehr, wie wir das bewerkstelligen sollen“, sagte Koch. Angesichts des in den kommenden Jahren bevorstehenden Ausscheidens zweier Beamter (Hauptamt und Ordnungsamt) sowie des Amtsleiters im Bauamt drohe ein Zusammenbruch der Verwaltung, „wenn nichts passiere“.

Von Harry Güssefeld

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