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Verwaltung und GmbH sollen Ziele der Stadtinfo beschreiben

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Von: Jens Heymann

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Außenansicht des Haus des Gastes mit der Stadtinfo Arendsee
Außenansicht des Haus des Gastes mit der Stadtinfo Arendsee © Harry Güssefeld

Seit Mitte März tragen die Spitzen von Stadtverwaltung und Luftkurort-Arendsee-GmbH eine besondere Hausaufgabe mit sich herum. Denn der Stadtrat hat ihnen die Frist gesetzt, bis Ende Mai eine Aufgaben- und Zielbeschreibung der städtischen Touristinfo vorzulegen. Was technisch klingt, dürfte das Ergebnis von Unzufriedenheit in der Politik sein, was die Vermarktung von Arendsee anbelangt.

Arendsee – Hinter dem Anliegen steckt die Fraktion Arendsee-Land / Freie Liste. Sie spricht von Defiziten etwa in der Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband (ART), Stadtinformationen anderer Gemeinden sowie dem Altmarkkreis bei der Wirtschafts- und Fremdenverkehrsförderung. Es bedürfe daher einer Festlegung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten.

Bürgermeister Norman Klebe hätte diese Arbeit wohl lieber nicht auf seinem Schreibtisch; auch im Stadtrat selbst war die Initiative von Arendsee-Land / Freie Liste nicht unumstritten und wurde nur vergleichsweise knapp angenommen. „Wir arbeiten dran“, erklärte Klebe gestern kurz. Wir – das sind er und GmbH-Chefin Claudia Schulz. Gedanken hätten sie sich bereits gemacht. Ihre Ideen wollen sie präsentieren, wenn es so weit sei.

In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder mal kritische Nachfragen zur Außenwerbung von Arendsee gegeben. Erinnert sei exemplarisch an die Diskussion, warum das Kloster Jerichow, das nicht einmal in der Altmark liegt, beim Altmärkischen Tourismusverband mit Sitz in Tangermünde eine größere Rolle spielt als die Arendseer Anlage.

Mit dem ART hat es zwischenzeitlich Kontakte gegeben. Ein wenig wird die Verantwortung dabei aber hin- und hergeschoben. Verband und Stadt verweisen jeweils auf knappe eigene Ressourcen. Das sei eine Frage von Zeit und Personal, verteidigte Stadtchef Klebe bei Gelegenheit sein Haus und die GmbH. „Wir tun unser Möglichstes.“

Für Infotexte, Bilder usw. brauche man keine Extra-Kraft, da reichten fünf Minuten, hagelte es dennoch während einer der vergangenen Stadtratssitzungen Kritik aus den Reihen der Einwohner. Wobei: Private Initiative ist ein Ansatz, der von allen Seiten begrüßt wird.

Schon vor dem Stadtratsbeschluss hat es innerhalb der GmbH Überlegungen bezüglich der Touristinfo gegeben. Das wurde bei einem Pressegespräch deutlich. Dass beispielsweise Prospekte auf Papier gegenüber digitalen Kanälen mehr und mehr ins Hintertreffen geraten, sei längst kein Geheimnis mehr.

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