Bushaltestelle soll bleiben

Verwaltung lässt mit Vorschlag zur Alten Poststraße in Arendsee aufhorchen

Die Alte Poststraße in Arendsee aus der Luft.
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Die Alte Poststraße in Arendsee aus der Luft: Die bisherige Bushaltestelle (am großen Baum oben Mitte) soll dort nach dem Wunsch der Stadtverwaltung bleiben. Eine Entscheidung soll aber der Stadtrat treffen.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Da musste Stadtrat Uwe Walter (CDU / SPD) am Dienstagabend während des Sozialausschusses im Vereinsheim Mechau noch einmal erstaunt nachfragen: Bezüglich der Busproblematik auf der Alten Poststraße in Arendsee soll nichts passieren? „Das wird so nicht funktionieren“, schickte Walter seine Meinung gleich an die Verwaltung hinterher.

Arendsee – Hauptamtsleiter Michael Niederhausen hatte zuvor den neuesten Stand in der Angelegenheit mitgeteilt. Demnach sei die Bushaltestelle an ihrem jetzigen Standort für die dortige Schule optimal. Das habe eine Nachfrage ergeben.

Für die extra gebaute Wendeschleife gilt überdies noch eine langjährige Fördermittelbindung. Werde die Schleife nicht mehr für den Schulbusverkehr genutzt, müsste die Stadt rund 25 000 Euro Fördermittel zurückzahlen, lieferte die Verwaltung nun Zahlen nach.

Im nächsten Stadtrat sollen mehrere Varianten auf den Tisch gelegt werden. Niederhausen teilte aber schon vorab mit, dass im Rathaus eben jene Möglichkeit favorisiert werde, am Standort der bei den Anwohnern umstrittenen Bushaltestelle nichts zu ändern.

Auf den eingangs erwähnten Einwurf von Uwe Walter entgegnete der Hauptamtsleiter: An der Straße solle ja etwas gemacht werden. Auf Nachfrage der AZ wurde Niederhausen konkreter: Möglich wären Rasengitterbefestigungen auf Teilen der Bankette oder gut platzierte Poller, um den Straßenverkehr zum Warten zu zwingen.

Eine Rolle in den Gedankengängen innerhalb der Verwaltung hat vermutlich der kürzliche Vor-Ort-Termin mit Anwohnern gespielt. Denn dort sei der Busverkehr beobachtet worden – alles lief diszipliniert ab, erinnerte sich Michael Niederhausen. Vorführeffekt hin oder her.

Das Thema Alte Poststraße spielte in diversen Stadtpolitrunden in den vergangenen Jahren eine prominente Rolle. Anwohner beschweren sich mindestens ebenso lange darüber, dass die schweren Busse auf die Randbereiche ausweichen und so die Straße zerfahren.

Zuletzt gab es Diskussionen über alternative Standorte, die aber alle mehr oder weniger jeweils eigene Nachteile haben – etwa der gut ausgebaute Busbahnhof, der aber weit entfernt ist. Oder Haltemöglichkeiten an der Feldstraße bzw. Am Markt. Betroffene Anlieger waren in Mechau beim Sozialausschuss nicht vertreten.

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