Zusammenarbeit vertraglich fixiert

Weiterer Internetausbau in Arendsee geplant

Bürgermeister Norman Klebe (v.r.) und DNS:Net-Vertreter Hardy Heine unterschreiben die Kooperation. Links: ZBA-Geschäftsführer Andreas Kluge.
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Bürgermeister Norman Klebe (v.r.) und DNS:Net-Vertreter Hardy Heine unterschreiben die Kooperation. Links: ZBA-Geschäftsführer Andreas Kluge.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Die Einheitsgemeinde Arendsee und das Telekommunikationsunternehmen DNS:Net haben am Donnerstag im Rathaus die seit einiger Zeit beabsichtige Kooperation zum weiteren Ausbau der Breitbandinfrastruktur unterzeichnet. Bürgermeister Norman Klebe sprach gleich zu Beginn von „einer wichtigen Sache“. DNS:Net-Vertreter Hardy Heine wählte den Vergleich eines Balles, der auf dem Elfmeterpunkt liegt.

Arendsee – Die bereits im Sommer vorverhandelte Einigung sieht vor, dass die Firma auf eigene Rechnung auch die Orte bzw. Ortsteile von Arendsee mit Glasfaserinternet versorgt, die der Zweckverband Breitband Altmark (ZBA) aufgrund von förderrechtlichen Beschränkungen nicht ausbauen darf. Dazu zählen in Gänze oder zu Teilen Arendsee inklusive Gewerbegebiet und Tourismusanlagen, Fleetmark, Binde, Schernikau, Kleinau, Genzien und Harpe. Die Ortsbürgermeister Jörg Kratz (Fleetmark), Otto Benecke (Leppin), Kurt Gabriel (Binde) und Uwe Hundt (Vissum) wohnten der Vertragsunterzeichnung bei.

Die DNS:Net will keine Zeit verlieren. Das betonte Hardy Heine mehrfach. Die Marketingmaßnahmen sollen in den nächsten Wochen abgestimmt werden. Ab November seien fünf, sechs Infoabende in den betroffenen Orten geplant. Auch von baldigen Postwurfsendungen war im Rathaus die Rede. Alles, damit bis Weihnachten ein erstes Meinungsbild über die Nachfrage entstanden sei. Alle sollen die Möglichkeit auf einen Glasfaseranschluss erhalten. ZBA-Geschäftsführer Andreas Kluge, in Arendsee ebenfalls anwesend, wolle beim Internet keine Zwei-Klassen-Gesellschaft.

Dass der Ausbau auf eigene Rechnung für DNS:Net aufgeht, davon zeigte sich Hardy Heine überzeugt. „Wir geben seit April mächtig Gas.“ Viel Geld stünde zur Verfügung. Die selbst gesetzte Anschlussquote von 50 Prozent der betroffenen Haushalte wolle er „locker nach Hause tragen“.

Die AZ hatte dennoch einige Nachfragen. Etwa, was mit Orten passiere, in denen sich das Interesse an Glasfaser von Straße zu Straße deutlich unterscheide. „Wir bauen Ortschaften grundsätzlich flächendeckend aus“, versicherte Heine. Eine Klammer müsse jedoch erst einmal um abgelegene Häuser gemacht werden.

Die vertragliche Bindung an DNS:Net soll zwei Jahre laufen. Danach stehe das Netz auch anderen Anbietern offen, hieß es in Arendsee.

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