Bald startklar für Bundestagswahl

Versenden von Wahlunterlagen beginnt in Arendsee

Eine Wahlbenachrichtigung für Arendsee
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Die Wahlbenachrichtigungen sind bei den Arendseer Bürgern eingetroffen. Bis zur Bundestagswahl sind es noch knapp fünf Wochen. In der Verwaltung geht der Blick auch bereits darüber hinaus ins kommende Jahr.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Die eine Wahl ist gefühlt noch nicht ganz verdaut, da hängen an den Straßenlampen schon wieder Plakate von Kandidaten und Parteien. In knapp fünf Wochen ist Bundestagswahl.

Arendsee – Schon vorher wird im Arendseer Rathaus fleißig organisiert. Schließlich soll nun mit dem Versenden von angeforderten Briefwahlunterlagen begonnen werden. Ein Service, den bei der Landtagswahl in diesem Jahr immerhin rund zwanzig Prozent aller Arendseer genutzt haben.

Vorrang dabei haben diejenigen, die sich im Ausland aufhalten. Diesen Wählern will die Verwaltung eine längere Vorlaufzeit gewähren, weil die Post einen weiteren Weg zurücklegt. Ab dem 6. September, in zwei Wochen also, können Arendseer außerdem vorab im Rathaus ihre Wahlunterlagen zu den Sprechzeiten ausfüllen.

Dennoch droht an anderer Stelle Ungemach. Denn einige Wahllokale stehen im nächsten Jahr auf der Kippe. Hauptamtsleiter Michael Niederhausen schätzt, dass sich die Anzahl der Wahlbezirke für die Landratswahl 2022 auf ungefähr zehn Standorte (von aktuell 17) verringern könnte. Obwohl er im Gespräch mit der AZ keine Orte nannte, lässt ein Blick auf die Wahlberechtigten der vergangenen Landtagsabstimmung erahnen, wohin die Reise womöglich geht.

So lauten die größeren Wahlbezirke Arendsee 1 und 2, Fleetmark, Leppin, Zießau, Sanne, Mechau, Binde und Kleinau. Vergleichsweise klein sind Rademin, Kläden, Vissum, Kaulitz, Lohne, Ziemendorf, Thielbeer und Dessau. In Rademin etwa wurde zudem die geringste Wahlbeteiligung registriert. Während der dortigen Ratsrunde im Juli war angedeutet worden, dass Dörfern, in denen es ein zu geringes Wahlaufkommen gibt, das Ende als Wahlbezirk drohen könnte.

Für die Bundestagswahl dürfte indes kein Ungemach drohen. Nur soviel: Gehen in einem Wahlbezirk weniger als 50 Berechtigte wählen, wird die Urne einem vorher festgelegten anderen Wahlvorstand zwecks gemeinsamer Auszählung übergeben. So stehe es im Gesetz, meint Michael Niederhausen (konkret im Paragrafen 68 der Bundeswahlordnung). Das betraf bei der jüngsten Landtagswahl allerdings keinen Arendseer Wahlbezirk. Thielbeer rauschte mit 56 Wählenden aber knapp dran vorbei.

Ein Faktor für den Erhalt von Wahlbezirken dürfte auch die erfolgreiche bzw. -lose Suche nach Wahlhelfern sein. Noch Ende Juli wurden seitens des Rathauses ein halbes Dutzend unterbesetzte Wahlhelferteams genannt.

Schriftführer und Wahlvorsteher erhalten übrigens einige Zeit vor ihrem Einsatz eine Schulung. Dabei geht es unter anderem um Dinge wie den Umgang mit Störungen und der Maskenpflicht.

Die AZ wollte von Michael Niederhausen zuletzt wissen, ob es eigentlich einen Unterschied ausmache, ob die Wähler vor Ort oder per Brief wählen. Organisatorisch ja, so die Antwort. Denn Briefwahlstimmen bei größeren Wahlen werden nicht in Arendsee ausgezählt.

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