Schützengesellschaft Arendsee feiert ihr 200-jähriges Bestehen / Brandenburger Bernd Lux hat eine Überraschung im Gepäck

Verschollene Kette findet den Weg nach Hause

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Die Festveranstaltung der Schützen begann mit einem Erinnerungsfoto auf dem Arendseer Rathausplatz. Anschließend wurde in kleiner Runde kräftig gefeiert.

swz Arendsee. Mit einem Erinnerungsfoto vor dem Rathaus sowie der Verleihung der Ehrenschleife des Landesschützenverbandes Sachsen-Anhalt begannen am Sonnabend die Feierlichkeiten zum 200-jährigen Bestehen der Arendseer Schützengesellschaft von 1817.

Bereits im Vorfeld hatten die Schützen beschlossen, auf ein größeres öffentliches Fest zu verzichten. „Wir möchten uns nicht finanziell verausgaben und es sind neben dem Wetter auch die Besucherzahlen, die ein gewisses Risiko darstellen“, betonte der Vorstand des Vereins um Vorsitzende Monika Rehr.

Als Erster der zahlreichen Ehrengäste ergriff Eckhart Schlaf vom Landesschützenverband das Wort und betonte, dass es heutzutage oft schwierig sei, das Vereinsleben lebendig zu gestalten. „Die Aktiven in der Schützen- Gesellschaft nehmen sich die Zeit, um sich zum Wohle der Stadtgemeinschaft zu engagieren“ betonte er. Zur Erinnerung an die 200 Jahrfeier übergab er Monika Rehr einen Fahnennagel sowie die Ehrenmedaille des Schützenbundes.

Als Vertreter des Kreissportbundes zeichnete Gerhard Hansens danach die langjährigen Vereinsmitglieder Jürgen Pieper und Eckhard König mit der Ehrennadel des Landessportbundes in Bronze aus. Das Gründungsmitglied von 1995 und langjähriger Vorsitzende der Arendseer Schützen Heinrich Rehr wurde für seine besonderen Verdienste beim Aufbau und der Entwicklung des Sports im Altmarkkreis mit der Ehrenmedaille des Sportbundes ausgezeichnet.

Arendsees Bürgermeister Norman Klebe würdigte in seiner Dankesrede das Engagement der Schützen für die Stadt. Danach brachten die Abordnungen der befreundeten Schützenvereine aus Osterburg und Salzwedel ihre Glückwünsche vor.

Bernd Lux (l.) übergibt die Schützenkette und das Rechnungsbuch an Heinrich und Monika Rehr sowie Norman Klebe.

Im Anschluss an den offiziellen Teil des Festaktes gab es noch eine besondere Überraschung für die Arendseer Schützen. Bernd Lux aus dem brandenburgischen Wildau überreichte dem Verein die viele Jahre verschollene silberne Schützenkette sowie ein Rechnungsbuch in dem die Vereinsbelege aus dem Jahre 1823 bis 1900 enthalten sind. „Ich habe die Kette und das Rechnungsbuch nach dem Tod meiner Mutter gefunden. Es soll jedoch nicht wieder in einer Kiste schlummern, sondern allen interessierten Bürgern auch zugänglich sein“, wünschte sich Bernd Lux bei der Übergabe. „Damit haben wir wieder ein weiteres Stück unserer Geschichte zurückbekommen“, freute sich auch Heinrich Rehr, der die Geschichte des Vereins dokumentiert.

Bereits am 25. Mai, zum Himmelfahrtspokal, treffen sich die Schießsportfreunde auf dem Schießplatz in Zießau wieder. Hier wird auch am 15. und 19. Juli der neue Schützenkönig ermittelt, der dann am 26. August auf dem Marktplatz proklamiert wird.

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