GmbH beharrt auf „Queen“-Osterfahrten / Heute wird das Eis gebrochen

Verschleppter Saisonstart noch abwendbar?

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Die „Queen“ im Trockendock. Das Eis an dieser Stelle ist rund zehn Zentimeter stark, gemessen ges- tern Vormittag. Ohne das Eis zu beseitigen, kann die Königliche nicht ins Wasser.

Arendsee. Krisensitzung gestern Vormittag im Büro der Luftkurort Arendsee-GmbH. In vier Tagen ist Karfreitag, und sollte die „Queen“ dann die teilweise schon gebuchten Fahrten übernehmen müssen, muss sie vorher ins Wasser.

Aber wie, wenn das Eis an der Slipanlage, am Trockendock, gestern Morgen noch rund zehn Zentimeter dick war – gemessen hatten Heiko Kruck, Taucher und Schwimmmeister sowie der „Queen“-Kapitän Walter Bursy. Im Strandbad war das Eis gestern acht Zentimeter stark. „Wir können die Queen ins Wasser lassen, aber dann“, fragte Michael Meyer, Chef der GmbH. Das Eis vor der Slipanlage müsse gänzlich verschwinden, aber auch der Anleger nebenan ist vollständig vereist. „Wenn wir ein Boot hätten, das eistauglich und als Eisbrecher fungieren kann, das wäre von Vorteil“, so Meyer weiter. Die „Queen“ als Eisbrecher zu benutzen, birgt ein Risiko. Zwar sei das rund 60 Tonnen schwere Schiff in der Lage, das Eis zu sprengen, das sei nicht das Problem. Aber beim Reinlassen ins Wasser könnten die Slipwagen entgleisen, und das sei dann eine Katastrophe, so die Teilnehmer der Runde gestern.

Mehrere Varianten gibt es noch. Denn sollte es zu Ostern nicht zu den Fahrten kommen, entgehen der GmbH rund 5000 Euro Bruttoeinnahmen. Das sei eine Hausnummer, die nicht einfach ignoriert werden kann. „Wir stehen enorm unter Druck, Einnahmen zu realisieren. Es hat zu Ostern immer Fahrten gegeben“, macht Meyer die Brisanz deutlich.

Optimismus verbreitete gestern am späten Abend der Schwimmeister Heiko Kruck. Heute früh wollen die Mitarbeiter der Luftkurort-Arendsee-GmbH mit eigenen Mitteln und Technik das Eis aufschneiden und die „Queen“ ins Wasser holen. „Wir werden sehen, ob uns das gelingt, aber wir haben keine andere Wahl“, so Kruck gegenüber der AZ.

Von Harry Güssefeld

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