Die erste Woche als Gradmesser

Verschärfte Corona-Lage: In der Fontane-Schule muss mehr getestet werden

Schüler der Arendseer Fontane-Schule während einer Unterrichtspause auf dem Schulhof.
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Schüler der Arendseer Fontane-Schule während einer Unterrichtspause: Der Altmarkkreis will angesichts der rasanten Corona-Lage die Zügel wieder anziehen.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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In der Arendseer Ganztags- und Gemeinschaftsschule „Theodor Fontane“ klopfen sie derzeit besonders stark auf Holz. Trotz der stark ansteigenden Corona-Werte im Altmarkkreis Salzwedel ist die Bildungseinrichtung bislang von positiven Tests auf dem Schulgelände verschont geblieben. Lediglich ein paar Schüler müssen aktuell zu Hause bleiben, schildert Direktor Thomas Schlicke die Lage.

Arendsee – Statt zweimal pro Woche müssen sich die Schulbesucher nun wieder täglich testen. In der kommenden Woche soll das Prozedere auf drei Tage reduziert und danach – abhängig von der Pandemie-Situation – wieder auf den gewohnten Zweierrhythmus umgestellt werden, heißt es aus der Fontane-Schule. Die Routine sei da, aber auch Verunsicherung, erklärt Schulleiter Schlicke die Gefühlslage vor Ort.

Fragen hätten vor allem die Eltern, erfährt die AZ. Etwa wie sie sich verhalten sollen, kommt es dann doch eines Tages zu einem Corona-Positivergebnis. Der Schulbetrieb soll jedenfalls so reibungslos wie möglich weitergehen, sagt Thomas Schlicke. Die erste Woche nun nach den Herbstferien sei der Gradmesser, wie sehr das Virus um sich gegriffen hat.

Auf diesen Zeitraum ohne Unterricht zur Beruhigung der Pandemielage hatte Landrat Michael Ziche gesetzt. Eine Hoffnung, die sich offenbar nicht erfüllt hat, ließ sich der Kreischef in der täglichen Corona-Statusmeldung seiner Verwaltung zitieren. Allein am Montag trudelten schlechte Nachrichten aus zwei Kindergärten, drei Sekundarschulen und einem Gymnasium im Gesundheitsamt ein. Der Pandemiestab hat die Lage als beängstigend eingestuft; die Maskenpflicht rückt wieder in den Fokus.

Zurück nach Arendsee in die Fontane-Schule: Dort klappt das Testen auf Corona nach Meinung der Schulleitung reibungslos. 99 Prozent der Schüler erledigten dies vor Ort – eine Sache von zehn Minuten, wie Thomas Schlicke sagt. Permanent werde gelüftet, die sogenannten CO₂-Ampeln verrichten ebenfalls in den Klassenräumen ihren Dienst. Wer geimpft oder genesen ist, ist übrigens laut Kreisverwaltung von der Testpflicht ausgenommen.

In Arendsee wird derweil seit Wochen auf die versprochenen Lüftungsanlagen gewartet. Noch in diesem Jahr soll es so weit sein, blickt Direktor Schlicke voraus. Vier Stück sind für die Fontane-Schule in der Seestadt vorgesehen. Sie sollen in den fünften und sechsten Klassen zum Einsatz kommen.

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