Einwohnerversammlung: Gestiener befürchten massive Beeinträchtigungen

„Wo verläuft die B190 n?“

Bürgermeister Norman Klebe (l.) hörte sich an, was die Gestiener beschäftigt. Den Einwohner treibt vor allem die Sorge um, dass neben der Bundesstraße 190 die B 190 n entstehen könnte. Sie fordern, die vorhandene Trasse zu nutzen.
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Bürgermeister Norman Klebe (l.) hörte sich an, was die Gestiener beschäftigt. Den Einwohner treibt vor allem die Sorge um, dass neben der Bundesstraße 190 die B 190 n entstehen könnte. Sie fordern, die vorhandene Trasse zu nutzen.
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Gestien. „Wo verläuft die B 190 n?“ – diese Frage wurde von den Gestienern während der Einwohnerversammlung gestellt. Schnell wurde klar, dass dies ein entscheidendes Thema im kleinen Arendseer Ortsteil ist.

Denn dort wird befürchtet, dass der Neubau, der die Verbindung zur geplanten Autobahn schaffen soll, in einem Abstand von etwa 200 Metern zum Dorf entsteht. Dies wird auf Grund der bereits laufenden Vermessungsarbeiten vermutet, die mit Pfählen auf den nahen Feldern gut sichtbar sind.

Bürgermeister Norman Klebe bestätigte diese Befürchtung am Freitag im Versammlungsraum der Familie Schmidtke nicht: „Nach meinem Kenntnissstand soll die B 190 n auf der bestehenden Umgehungsstraße verlaufen. Wir werden aber noch einmal eine Extrasitzung mit aktuellen Plänen organisieren.“ Dies fordern auch die Gestiener, die keinen Hehl daraus machen, dass sie alles andere als die Nutzung der vorhandenen Bundesstraße als „unsinnig“ und „Verschwendung von Steuergeldern“ empfinden.

Themenwechsel: Handlungsbedarf sehen die Einwohner in Sachen Eichenprozessionsspinner. Der Schädling hatte in diesem Jahr bereits etliche Eichen zwischen Gestien und Arendsee befallen. Nun wird befürchtet, dass irgendwann auch der Baum auf dem Dorfplatz, unter dem Kinder spielen, betroffen sein könnte. Die Gestiener möchten eine Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität vermeiden und wünschen vom Bürgermeister eine Lösung. Das Stadtoberhaupt erklärte, dass sich das Land aus der Bekämpfung weiter herauszieht, die Kommunen sind auf sich alleine gestellt. Konsequenz: Arendsee wird im nächsten Haushalt Geld einstellen, um Eichen, die auf kommunalen Grundstücken sehen, im Ernstfall von dem Eichenprozessionsspinner zu befreien. Wer auf seinem Privatgrundstück mit dem Problem zu kämpfen hat, muss sich aber selbst kümmern.

Kümmern soll sich Arendsees Bürgermeister außerdem in anderen Bereichen Dazu gehört beispielsweise ein marodes Tor am Friedhof und ein desolater Bereich der Dorfstraße. Norman Klebe schrieb sich die Anregungen auf und sagte zu, dies an die zuständigen Ämter weiter zu geben.

Von Christian Ziems

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