Einstiges Wasserdomizil am Bahnhof ist nur zum Teil gesichert

Arendsee: Der vergessene Turm birgt Unfallgefahren

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Während die einstige Türöffnung des Turms verriegelt wurde, gibt es direkt daneben ein offenes Fenster.

Arendsee. Die Seestadt hat gleich zwei Türme, die einst viel Wasser aufnehmen konnten. Während der eine an der Salzwedeler Straße seit Jahren zum Verkauf angeboten wird, ist der andere eine Ruine, die Risiken birgt.

Der Wasserturm am Arendseer Bahnhof ist auch als „Rapunzelturm“ bekannt und wirkt tatsächlich etwas verwunschen.

Für das in Arendsee als „Rapunzelturm“ bekannte Bauwerk nahe des Busbahnhofes scheint es keinen Nutzen mehr zu geben, so vergessen steht es da. Das Gelände, auf dem früher Güter zwischen Straße und Schiene umgeschlagen wurden, gehört laut Schild der Deutschen Bahn. Ganz unbeachtet ist der Turm aber offensichtlich doch nicht. Unter einem offenen Fenster wurde eine Einstiegshilfe platziert. Das Innere des Gebäudes ist nicht mehr gesichert. Müll zeugt davon, dass dort nicht nur Tiere hineinkommen.

Die Deutsche Bahn ließ das Bauwerk in den vergangenen Jahren immer wieder sichern. Das hielt aber nicht lange an, die Zugänge wurden von Unbekannten immer wieder geöffnet. Neben dem einstigen Wasserturm, der zu Zeiten von Dampfloks benötigt wurde, befinden sich noch weitere Bauruinen. Diese werden zum Teil von Unkraut, das auch im Winter hochsteht, versteckt. Auch dort liegt eine Menge Müll, die Wände wurden beschmiert. Während das nahe Bahnhofsgebäude als Wohnhaus dient und wieder hergerichtet wurde, hat sich für den einstigen Güterumschlagplatz zwischen Bahnhofstraße und der Osterburger Straße bislang kein Interessent gefunden, der auf dem großen Grundstück etwas Neues entstehen lässt.

Von Christian Ziems

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