Radweg hat eine Zukunft

Verbindung nach Ziemendorf wird repariert

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Hinter dem zusammengebrochenen Schutzzaun befindet sich der Radweg, eine Böschung trennt ihn von der Landesstraße.

Ziemendorf – „Eine Gefahr“, „Es muss baulich etwas passieren“ und „Der Weg ist nicht mehr nutzbar“: Die Äußerungen zum Verbindungsweg zwischen Arendsee und Ziemendorf direkt neben der Landesstraße 1 gab und gibt es in der Bevölkerung immer wieder.

Doch dies könnte sich bald in positiven Nachrichten umkehren.

Denn nach jahrelangem Stillstand kommt Bewegung in das Problem. Wie die Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt auf Nachfrage der Altmark-Zeitung informierte, gibt es Reparatur-Pläne. Die Arbeiten könnten nach jetzigem Stand 2020 erfolgen. Die Schwierigkeiten sind unübersehbar. An etlichen Stellen haben Wurzeln die Oberfläche, die aus Bitumen besteht, nach oben gedrückt.

Dies ist nicht nur eine Gefahr für Radler, auch Fußgänger könnten stolpern. Zudem hat der Weg eine Besonderheit: Von Ziemendorf kommend gibt es kurz vor der Kreisstraße in Richtung Zießau einen Hügel. Damit niemand den Hang zur Straße hinunter fällt, wurde einst eine Holzkonstruktion gebaut. Doch dieser Zaun schützt wohl niemanden mehr. Ganze Holzteile sind inzwischen herausgebrochen, das Gebilde ist morsch. Auch dieser Bereich könnte im Zuge einer Reparatur auf Vordermann gebracht werden.

Unübersehbare Risse: Die angehobene Oberfläche des Rad- und Gehweges ist eine Stolperfalle.

Doch bevor Bauexperten loslegen, gilt es gesetzliche Grundlagen zu legen. „Nach langem Ringen gelang es uns, die Grundstücksverhältnisse zu klären“, macht Regionalbereichsleiter Manfred Krüger deutlich und erklärt weiter: „Jetzt wird die Widmung des Radeweges als Teil der Landesstraße vorbereitet.“ Auch Grundstücksfragen gilt es noch zu klären. Danach können die Mängel in der Praxis tatsächlich beseitigt werden. Da diese erheblich sind, wurde bereits reagiert. In Absprache mit der Polizei und dem Altmarkkreis Salzwedel hat die Landesstraßenbaubehörde entschieden, dass niemand mehr den Radweg benutzen muss, sondern stattdessen auf die Landesstraße ausweichen darf. Dies gilt bis zur Reparatur.

Ziemendorfs Ortsbürgermeister Michael Meyer beobachtet immer wieder, dass der Weg trotzdem noch rege genutzt wird. Radler weichen nur an den besonders schlimmen Stellen auf die angrenzende Fahrbahn der L1 aus. „Es wichtig, dass die Verbindung wieder so gut wie möglich hergestellt wird. Und das nicht nur für die Einheimischen. Wir haben schließlich auch Touristen in Ziemendorf“, machte der Ortschef deutlich. Über den Weg und weiter durch den Ort sowie die Landesstraße lässt sich zum Beispiel die Wirler Spitze - eine Naturattraktion an der einstigen innerdeutschen Grenze – erreichen.

VON CHRISTIAN ZIEMS 

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