In Binde grummelt es im „Volk“ / Geplante Biogasanlage wird zum Zankapfel

Verbalattacken gegen Rat – und der Investor fehlte

Bindes Ortsbürgermeister Kurt Gabriel (stehend, am Plan) wollte in Abwesenheit eines Vertreters des Bauamtes und auch des Investors die geplante Biogasanlage der Agrargesellschaft erläutern. Doch er kam nicht weit, der Punkt wurde vertagt.
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Bindes Ortsbürgermeister Kurt Gabriel (stehend, am Plan) wollte in Abwesenheit eines Vertreters des Bauamtes und auch des Investors die geplante Biogasanlage der Agrargesellschaft erläutern. Doch er kam nicht weit, der Punkt wurde vertagt.

Binde. In Binde sind zahlreiche Einwohner unzufrieden mit ihrem Rat. Deshalb, weil er am Montag die erste offizielle Ratssitzung seit einem Jahr stattfinden ließ. „Was hat der Rat in diesem einen Jahr gemacht?“, wollte auch Detlef Rafalzyk wissen.

Was in dem Dorf in diesem Jahr unter Federführung der Ortschaftsräte stattgefunden habe, wollten einige der rund 20 Gäste wissen. Ortsbürgermeister Kurt Gabriel hatte Probleme, die Diskussion nicht ausarten und unfair werden zu lassen. Er rang nach Fassung, erklärte aber, ein aktiver Rat lasse sich nicht allein an den Sitzungen messen. Es gebe viele Aktionen, mit denen sich die Mitglieder auszeichnen. Sei es beim Bau des Kinderspielplatzes in Ritzleben und der Vorbereitung des Spielplatzes in Binde. Außerdem seien auch einige Ratsherren aktiv in der Binder Kegeltruppe mit großen Erfolgen, und Günther Helle sei für die Feuerwehr unterwegs. Als dann auch noch ein weiterer Bürger vorschlug, die Aufwandsentschädigungen der Ortschaftsräte für Hochwasseropfer zu spenden, weil keine Leistungen erbracht wurden, beendete Kurt Gabriel die Einwohnerfragestunde. Es war ein Spießrutenlauf, dem sich der Rat unterziehen musste. Allein Gabriel wehrte sich gegen die Angriffe, die anwesenden Ratsmitglieder äußerten sich nicht.

Von Harry Güssefeld

Mehr dazu lesen Sie am Mittwoch in der Altmark-Zeitung.

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