Von den Schwierigkeiten, Touristen den Normalbetrieb zu bieten

Arendsee: Urlauber kommen, das Wasser geht

Am Zießauer Anleger kann das Auf und Ab des Wasserstandes gut beobachtet werden. Foto: Güssefeld
+
Am Zießauer Anleger kann das Auf und Ab des Wasserstandes gut beobachtet werden. Foto: Güssefeld

Arendsee – Nach dem Regen im November bis zum Jahresende hatte sich der Wasserstand des Arendsees fast normalisiert. Auf den Stand von 2018. Doch das ist alles wieder dahin.

Zum „Normalstand“ fehlen aktuell wieder rund 60 Zentimeter, in den vergangenen Wochen ist der Wasserspiegel um fünf Zentimeter gefallen. Gut zu sehen an der Zießauer Brücke. Diese Beobachtungen der AZ wurden gestern von einem bestätigt, der es wissen muss: „Queen“-Kapitän Ralf Porath.

Die Probleme, die die GmbH im vergangenen Jahr bereits hatte, werden die gleichen sein, die in diesem Jahr auftreten: Der Wasserstand des Nichtschwimmerbereichs geht extrem zurück, die Pumpen für die Rutsche und Wasserspielanlagen stehen bald wieder im Trockenen. Obwohl das Problem bekannt ist, sind die Pumpen noch nicht weiter in den See verlegt worden. Keine Einnahmen, kein Spielraum, so Michael Meyer, Chef der GmbH. Doch dass die Arbeiten nun erledigt werden müssen, sei kein Geheimnis.

Noch ist Zeit, denn die GmbH rechnet mit der Aufnahme des Badebetriebes zum 12. Juni. „Wir schicken nun die ,Queen’ wieder in See, der Campingplatz ist offen. Mit dem Strandbad ist es schwieriger, wir müssen jedem Gast rund 15 Quadratmeter Fläche zuweisen, theoretisch. Und wir müssen kontrollieren, dass die Abstände auch eingehalten werden“, so Meyer. Eine Aufgabe, die mit dem bestehenden Personal nicht zu stemmen sei.

Die Freude, dass die einzelnen Betriebsteile wiederbelebt werden, wird aber dadurch getrübt, dass die Besucherzahlen in diesem Sommer wahrscheinlich nicht erreicht werden. „Es fehlen die Busse, die für Fahrgäste auf der ,Queen’ sorgen, es fehlen die Kindergruppen im Strandbad, wenn wir wieder öffnen“, so Meyer.

Ungeachtet dessen sieht es der Geschäftsführer als wichtig an, dass die GmbH wieder in den Normalbetrieb geht. Immer daran zu denken, wirtschaftlich zu sein, sei schon in einer normalen Saison mehr als problematisch. „Wir müssen denen, die zu uns nach Arendsee kommen, diese Normalität soweit sie möglich ist anbieten. Alles andere wäre mehr als schädlich für den Tourismus“, sagte Meyer.

VON HARRY GÜSSEFELD

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare