Tourismuswirtschaftskonzept: Arendsee und Salzwedel wollen Anstöße geben

Unschätzbare Potentziale

+
Tobias Platte (Werbeagentur / v.l.), Sabine Danicke (Oberbürgermeisterin Salzwedel), Norman Klebe (Bürgermeister Arendsee) und Olaf Meining (Marketingamtsleiter Salzwedel) sprachen über das Konzept. Darin stehen Ideen, die an Strategien wie Aktivmark, Kulturmark und Genussmark anknüpfen.

Salzwedel. Vorhandene Möglichkeiten zum Ausbau des Tourismus und damit der Wirtschaft besser nutzen – dieses Ziel wird in einem gemeinsamen Konzept der Einheitsgemeinden Arendsee und Salzwedel verfolgt. Dazu zählt das Markenleitbild „Unschätzbar“.

Dies kann zum Beispiel mit „Unschätzbar erlebnisreich: Der Märchenpark“ und „Unschätzbar erfrischend: Ein Bad im Arendsee“ erweitert werden.

Um mit dieser Werbestrategie Potentziale zu nutzen, sind Partner unverzichtbar. Vereine sowie Unternehmen beteiligen sich. Und zwar indem sie Sehenswürdigkeiten präsentieren und Angebote vorhalten. Daraus lassen sich Touren mit Schwerpunkten entwickeln (siehe Infokasten). Davon sollen möglichst viele Ortsteile der beiden Einheitsgemeinden profitieren. Im Vorfeld wurden „Schätze gehoben“ und auf einer Karte festgehalten. Dabei ging es darum, für den Tourismus nutzbare Bereiche zu entdecken. 80 Möglichkeiten wurden eingereicht und 60 aufgenommen. So bleibt beispielsweise der Bismarckturm nahe Salzwedel derzeit außen vor, weil er nicht voll nutzbar ist.

Nutzbar ist das Konzept, das zwar fertig ist, die darin formulierten Ziele aber noch nicht komplett erfüllt sind. Die Arbeit wurde den Mitwirkenden von Tobias Platte (Werbeagentur) im Salzwedeler Rathaus vorgestellt, im Anschluss gab es eine Pressekonferenz. Dabei wurde die Hoffnung formuliert, dass Investitionen ausgelöst werden könnten. Tobias Platte sprach von einem großen Hotel für Salzwedel, Oberbürgermeisterin Sabine Danicke stimmte ihm zu. „Da muss ich mein Veto einlegen. Wir Arendseer wollen nicht hinten runterfallen“, unterstrich Bürgermeister Norman Klebe, dass die Grundidee eine Zusammenarbeit sei. Um diese zu stärken haben sich die Touristinfos miteinander verknüpft.

Mit Teamarbeit sollen mehr Besucher in die Region gelockt werden, die sich wohlfühlen, gerne wiederkommen und ihre positiven Erfahrungen weitererzählen. Damit dies gelingt, gilt es, für die „Schatzkarte“ mit den touristischen Höhepunkten zu werben. Dabei spielt das Internet eine Rolle. Der Salzwedeler Unternehmer Gerwald Wullschläger schränkte ein, dass ältere Menschen dieses Medium nicht immer so intensiv nutzen und lieber etwas in der Hand halten. „Unterschätzen Sie die ältere Generation nicht“, hat Cornelia Wichmann, Chefin des Märchensparks, eine andere Meinung.

Um einen Mittelweg zu finden, gibt es verschiedene Strategien. Dazu zählt unter anderem die Idee eines großen Plakates vom Arendsee, das künftig am Salzwedeler Kunsthaus hängen könnte. Angedacht sind auch Postkarten und Flyer. Die beiden Stadtoberhäupter unterstrichen aber, dass die Kommunen den Weg nicht alleine beschreiten können. Interessierte, die die Ideen nutzen möchten, sollten sich bei den Touristinfos in Arendsee, Tel. (03 93 84) 27 164 oder Salzwedel, Tel. (03 901) 42 24 38 melden.

Von Christian Ziems

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare