Polizei glaubt: „Er war zu schnell“ / AZ hatte darauf hingewiesen

Unfall bei Kläden: Autofahrer kritisieren Splitt

+
Der Audi war am Donnerstag nur noch Schrott – dessen Fahrer wurde verletzt.

Kläden – Die Situation um den Splitt auf der B 190 war von der AZ aufgegriffen worden – am Donnerst gegen 19 Uhr krachte es dann. Ein 59-jähriger Audi-Q5-Fahrer war, aus Richtung Binde kommend, nach einer Linkskurve von der Straße abgekommen und gegen einen Baum gerast.

Die Einsatzkräfte waren entsetzt: In einem kleineren Wagen hätte der Fahrer vermutlich nicht überlebt – der Audi-Fahrer wurde verletzt.

Die Straße ist voller Splitt.

Für die Polizei steht es fest: Der Fahrer war wohl zu schnell. Doch der Splitt, der dort auf der Fahrbahn mehrere Zentimeter hoch liegt, scheint ein weiterer Grund zu sein. Wie berichtet, sind Warnschilder aufgestellt worden. Doch dass zwischen den Spuren viel Splitt liegt, sorgt für Gefahr, die nicht vom Tisch zu wischen ist – ist sich die breite Mehrheit der Autofahrer sicher.

Während in der Vergangenheit beim Splitten auf der Straße die Geschwindigkeit heruntergesetzt wurde (so auf Landes- und Kreisstraßen), werde bei einer Bundesstraße darauf verzichtet. Die Polizei wäscht indes ihre Hände in Unschuld und will den Straßenunterhalter in die Pflicht nehmen (wir berichteten).

Splitt verringert die Sicherheit. Ohne km/h-Begrenzung. Aber in Binde werden die Autofahrer wegen Straßenschäden seit Monaten mit 30 km/h gequält. Aber: „Jeder Einzelne muss so fahren, wie es die Situation erlaubt“, so die Polizei zum Splitt. Und ist damit raus aus der Nummer.

VON HARRY GÜSSEFELD

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare