Baustelle in Leppin führt zu Irrfahrten auch nach Zehren / Polizei: Ausschilderung ist ausreichend

Umleitung mit Hindernissen

Blick gestern auf die Baustelle in Leppin: Die Straße wird saniert, nach gut 15 Jahren hatten sich Deck- und Tragschicht teilweise so aufgelöst, dass die Bundesstraße in einem schlechten Zustand war. Die Einwohner müssen mit Einschränkungen leben, aber arrangieren sich mit der Situation.

Leppin. Seitdem in Leppin gebaut wird, gibt es die Geschichten über Lkw, die sich verfahren, von Autos, die einfach durch die Baustelle fahren, und von Bewohnern der Region, die nicht, wie gewollt, über die B189 nach Arendsee fahren, weil sie über Höwisch und Gagel in die Seestadt gelangen.

Die Ortslage Leppin ist zwischen Ortseingang aus Richtung Arendsee und bis zur Einmündung nach Neulingen voll gesperrt. Die Gehwege sind aber nutzbar.

Die Einwohner Leppins, die seit dem 18. Juli und noch bis zum 14. September mit den Bauarbeiten auf der B 190 unter Vollsperrung leben müssen, haben sich scheinbar damit abgefunden. Sichtbar wurde das am Sonnabend bei einer kleinen Feier mitten auf der Baustelle. Und noch während die Leute feierten, beobachteten sie Autos, die sich durch Leppin schlängelten – trotz Verbots.

Der 1. Bauabschnitt, der zum 8. August fertig sein soll.

Immer wieder sind es auch Lkw-Fahrer, die aus Richtung Seehausen kommen und glauben, doch irgendwie die Vollsperrung zu meistern. Spätestens bei dem Hinweis, dass ein Wenden vor Leppin nicht mehr möglich ist, werden sie unruhig. Und suchen sogar ihr Heil in Zehren, wie die AZ erfuhr. Doch immer ist es kein Vorsatz. Bei einem renommierten Routenplaner wurde gestern Morgen der Weg nach Seehausen, aus Salzwedel kommend, durch Leppin und weiter über Neulingen ausgewiesen. Dass aber gerade der Bereich gesperrt ist, wurde nicht berücksichtigt – trotz des Hinweises im Planer, dass in Leppin gebaut wird.

Die Schild, das einige Lkw-Fahrer in die Bredouille bringt.

Die einfachste Variante, so sagt es die Polizei immer wieder, sei, die Schilder zu beachten. Warum Zehrener theoretisch über Drüsedau nach Arendsee fahren sollen, klingt nicht logisch. Das ist aber der Tatsache geschuldet, dass für eine gesperrte Straße eine ähnlich gut ausgebaute Straße angeboten werden muss.

Von Harry Güssefeld

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