Passiergierschiff soll von unten bis oben modernisiert werden

Ultraschall für die „Queen“

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Der Reparaturplan für die das Schiff „Queen“ Arendsee steht: Bis zum 15. Oktober wird gefahren, dann geht es an Land. Dort legen Experten einer Werft Hand an. 

cz Arendsee. „Sie fährt, und fährt und fährt . . . “, formulierte Sonja Nowak das Ziel, den Rückstand bei den Passiergierzahlen für das Schiff „Queen“ Arendsee wieder aufzuholen.

Die Attraktion startete durch einen technischen Defekt Wochen später in die Saison (AZ berichtete). Die kommissarische Geschäftsführerin der Luftkurort Arendsee GmbH legte dem Wirtschaftsausschuss aktuelle Zahlen vor.

Mit Stand 23. September fuhren 15 895 Kinder, Frauen und Männer mit. Bis zum 15. Oktober stehen weiteren Touren an. Zum Vergleich: Das Schiff wurde in der gesamten Saison 2016 von 16 972 Interessierten genutzten. Danach stehen große Aufgaben für die GmbH bevor. Das Schiff braucht eine größere Sanierungskur. Gespräche mit der Werft wurden bereits geführt. Zunächst gab es die Überlegung, die „Queen“ direkt zur Werft zu bringen, um die dortigen technischen Anlagen nutzen zu können. Das Problem: Es gibt keine Möglichkeit über Flüsse, die Variante mit einem Tieflader ist zu teuer. Stattdessen rücken die Experten mit Spezialtechnik an, um das 60 Tonnen schwere Schiff auf dem Land nach oben zu Hiefen.

Dann gilt es mit einem Ultraschalgerät Schwachstellen unten aber auch auf dem Oberdeck zu finden. Nicht nur diese müssen beseitigt werden. Auch der Generator bereitet Probleme, immer wieder gibt es Ausfälle. Dieser soll zusammen mit dem Motor ausgetauscht werden. Allein das kostet rund 20 000 Euro. Gesamtkosten nannte Sonja Nowak am Montag im öffentlichen Teil nicht, es stehen weitere Arbeiten an. Die 120 Rettungswesten stammen noch aus der Zeit, als das Schiff in Dienst gestellt wurden und sollen stückweise erneuert werden. „Wenn, dann machen wir gleich alles“, kündigte Sonja Nowak an. Noch nicht abschätzbar ist, ob der Dieselantrieb mit Blick auf verschärfte Abgasnormen zukunftsfähig bleibt. Fest steht: Ab Mitte Oktober wird repariert, dann kommt der TÜV.

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