Seestädter aus den Medien informiert / Suche nach Geld / Stadtrat wird gefragt

Überraschung perfekt: Heimatfest in Arendsee?

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Altmärkisches Heimatfest 2013 in Gardelegen: Die Straßen waren von Zuschauern gesäumt, als Otto Reutter alias Manfred Brandt in einem Oldtimer das Volk begrüßte. 2017 könnte das Fest in Arendsee steigen – falls Geld da ist. 

Arendsee. Das Altmärkische Heimatfest könnte im kommenden Jahr in Arendsee stattfinden. Darüber hatte am Wochenende der Altmärkische Heimatbund informiert. Und mehr noch: In Arendsee sei mit den Verantwortlichen darüber schon gesprochen worden.

Mit wem? Das wollte die AZ gestern wissen. Denn es gibt weder eine Willensbekundung des Stadtrates noch eine klare Stellungnahme der Verantwortlichen. Ein Fest in Arendsee, wo eigene Feste kaum noch möglich sind, weil kein Geld da ist? Und nun Gastgeber für die Altmark?.

Bürgermeister Norman Klebe erklärte gestern, den Stadtrat bereits zu Beginn des Jahres informiert zu haben. „Damals haben wir aber auch gesagt, dass wir selbst kein Geld und kein Personal haben, um solch ein Event zu stemmen“, sagte er gestern der AZ. Deshalb benötige man dringend Geld – vom Land. In Gesprächen mit dem beiden Landkreisen sei man sich einig geworden, dass die Anträge gestellt werden. „Es werden immer mehr Kommunen absagen, weil sie die Kosten nicht aufbringen wollen oder nicht können“, so Klebe.

Sollten die Bedingungen stimmen, vor allem die finanziellen, wolle er den Sozialausschuss und den Stadtrat in die Entscheidungen einbeziehen, sagte Norman Klebe. Das Fest würde schon im August 2017 stattfinden. Gemeinsam mit dem Stadtfest, der „Perle“, könne er es sich vorstellen. Viele Gespräche sind aber noch notwendig, hieß es.

2013 hatte es das Altmärkische Heimatfest in Gardelegen gegeben. Die veranschlagten Kosten: rund 170 000 Euro. 2015 wurde das Fest, in Schönhausen / Elbe geplant, aus finanziellen Gründen abgesagt. Auf das alles wolle sich Arendsee nicht einlassen. Norman Klebe sagte, die Stadt sei bereit, bei einem solchen Fest Gastgeber zu sein. Doch man dürfe die Situation, in der sich die Stadt befindet, nicht vergessen. Ob die Fördermittel ausreichen werden, ein derartiges Fest möglich zu machen, müsse sich zeigen. Aber das sei der Knackpunkt.

Von Harry Güssefeld

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