Sportliche Besucher hinterlassen Grüße

Ein Turm mit wenig Seeblick: Attraktion in Zießau wuchert zu 

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Die Bäume wuchern und verdecken den See: Der Ausblick vom Zießauer Turm ist nicht mehr so, wie er mal geplant war. Das Bauwerk ist auch vom Gehweg aus nicht immer sofort erkennbar (AZ berichtete).

Zießau – Eingeritzt und aufgemalt: Unter den Besuchern des Aussichtsturmes am Seeweg in Zießau scheinen etliche Fans des Magdeburger Fußballclubs zu sein. Deren Kürzel ist an mehreren Stellen auf dem Holz zu sehen.

Es ist nicht das einzige Überbleibsel: „Klasse 8c war hier!“, „Magdeburger Jungs“, „Komm sing das Lagerfeuerlied“ – die Kreativität von so manchem Besucher wird angestachelt.

Der obere Teil ist besonders bunt: Besucher hinterlassen ihre Spuren.

Inzwischen sind Kritzeleien, Sprüche und Motive von mehreren Jahren zu sehen, beseitigt wurden sie bislang nicht. Der Turm wird dadurch immer einmaliger. Auffallend ist: Wer etwas hinterlassen will, erklimmt die Treppen zunächst. Während unten fast nichts hinterlassen wurde, wird oben der freie Platz immer weniger.

Dies treibt den Ideenreichtum weiter voran. Inzwischen werden auch die Unterseiten der Stufen genutzt. Bei einem Gang zum Aussichtsbereich lässt sich einiges entdecken, die eigentlich vom Initiator des Bauwerks – der einstigen Gemeinde Schrampe – beabsichtige Aussicht ist aber getrübt. Zumindest für Treppensteiger, die den See sehen wollen. Dieser ist kaum noch zu erkennen, da die Bäume immer größer und die Kronen breiter werden. Frei sind die Blicke hingegen in Richtung Zießau und dem neuen Wohngebiet.

VON CHRISTIAN ZIEMS  

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