Konstruktion am einstigen „Faulen See“ ist schwer zu finden

Ein Turm voller Ruhe: Aussicht kaum bekannt

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Der Turm wurde komplett aus Holz gebaut.

Arendsee. Die Aussicht ist bei klarem Wetter gut, doch um diese zu genießen, ist ohne Ortskenntnisse Suchen angesagt: Der Aussichtsturm am „Faulen See“, der einst für die Landwirtschaft trocken gelegt wurde, scheint in Vergessenheit geraten zu sein.

Hinweisschilder am Zufahrtsweg, Infos auf Schautafeln im Innenstadtbereich oder auf der Internetseite der Stadt? – Fehlanzeige. Erschwerend kommt hinzu, dass die Holzkonstruktion erst kurz vor Erreichen sichtbar ist. Denn der Weg führt durch einen Wald.

Blick von der Plattform in den angrenzenden Wald. Von dort führt auch der Weg zum Aussichtspunkt. Der Turm ist erst auf den letzten Metern zu sehen.

Ohne gezielte touristische Vermarktung bleibt wohl nur die Mund zu Mund Propaganda. Dabei bietet der Turm durch seine abgeschiedene Lage neben der guten Aussicht auch ganz viel Ruhe. Naturliebhaber können die Feldmark aus luftiger Höhe genießen und erfahren auf Schautafeln einiges über Flora sowie Fauna. Das Bauwerk ist Bestandteil des Arendseer Natur- und Kurerlebnispfades.

Direkt unter tragenden Balken befindet sich eine Feuerstelle. Die Asche lässt darauf schließen, dass sie genutzt wird.

Bereits in den 90er Jahre, stand ein Turm zwischen Arendsee und Genzien. Als dieser marode wurde, kam der Neue an seine Stelle. Und zwar im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Seit 2014 steht die jetztige Konstruktion. Eine Feuerstelle direkt im Eingangsbereich könnte aber auch für eine Gefahr sorgen. Denn sie befindete sich direkt unter tragenden Holzbalken, Nadelbäume stehen ebenfalls nicht weit entfernt. Morsche Teile, die am Boden liegen, erwecken nicht unbedingt Vertrauen. Zudem erobert die Natur diesen Bereich Stück für Stück zurück. Die kleinen Bänke am Rand wuchern zu, das Material hat sich verzogen. Die Sitzflächen sind inzwischen zum Teil schief. Das bisher letzte Mal, dass dieser Aussichtspunkt in den Blick der Öffentlichkeit gelangte war 2014. Damals wurde dort ein Partnerschaftsvertrag zwischen der Stadt und Pferdefreunden geschlossen. Anders als der Turm in Zießau befindet sich diese Konstruktion einige Kilometer vom Arendsee entfernt.

Von Christian Ziems

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