Die Schuldenlast sinkt

Trotz finanzieller Probleme: Weniger Kredite in Arendsee

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Arendsee muss immer weniger für Tilgung und Zinsen aufbringen, der Schuldenberg schmilzt. (Symbolfoto)

Arendsee – Dass Arendsee finanziell nicht auf Rosen gebettet ist, wird seitens der Stadt immer wieder kommuniziert. Vollzogene und angekündigte Steuererhöhungen zeugen davon. Trotzdem schmilzt der Schuldenberg der Einheitsgemeinde weiter.

Dies wird im aktuellen Haushaltsentwurf für 2019 deutlich. Bei Gründung der jetzigen Kommune am 1. Januar 2010 drückten 3,77 Millionen Euro. Weitere Kredite kamen im Laufe desselben Jahres dazu. Dieser Betrag belief sich auf 425 000 Euro. Direkt danach konnte aber der Abbau zunächst zügig vollzogen werden.

Dabei half das Land Sachsen-Anhalt maßgeblich. Genauer gesagt das Förderprogramm Stark II. Mit finanziellen Mitteln aus diesem Topf konnte die Kreditsumme bis Ende 2012 auf knapp 2,7 Millionen Euro zurückgefahren werden. Hinzu kamen regelmäßige Tilgungsraten, die die Einheitsgemeinde aus eigener Kraft schulterte.

2013 sorgte aber eine weitere Aufnahme von 912 000 Euro für einen erneuten Anstieg auf 3,27 Millionen Euro. Ein Jahr später gab es wieder Entschuldungshilfe vom Land (128 000 Euro). Es wurde weiter getilgt, seit Ende 2017 bewegt sich die Kreditlast unter zwei Millionen Euro. Alles zusammen gerechnet (inklusive Landeshilfen), konnte Arendsee zwischen 2013 bis 2018 knapp 2,3 Millionen Euro zurückzahlen.

Ende diesen Jahres wird nur noch mit einer Last von 1,3 Millionen Euro gerechnet. Mit Blick auf die Zahl von 6722 Kindern, Frauen und Männern (Stichtag: 31. Dezember 2017) ergibt sich derzeit eine Verschuldung von 196 Euro je Einwohner. Die Verwaltung will diesen Weg weiter beschreiten und hat die Entwicklung der Arendseer Schulden für die nächsten Jahre prognostiziert. Demnach verringert sich die Last ab Ende 2021 auf unter eine Million Euro.

Für 2022 wird von knapp 900 000 Euro ausgegangen. Das wäre mit Blick auf die Schuldenlast vom Beginn der Einheitsgemeinde weniger als ein Viertel. Dadurch sinkt auch die jährliche Tilgung, die den Haushalt belastet. Die höchsten Beträge wurden übrigens auch mit Unterstützung von Sachsen-Anhalt in folgenden Jahren bezahlt: 2010 (469 000 Euro) und 2014 (450 000 Euro). Zum Vergleich: 2019 werden es 243 000 Euro sein und 2022 nach Schätzung voraussichtlich 89 000 Euro.

VON CHRISTIAN ZIEMS  

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