Altmarkkreis will touristisches Aushängeschild ab April weiter reparieren

330 Tonnen Tragschicht für Seeweg

Ein Teil des Seeweges hat im Frühsommer 2018 bereits eine neue Oberfläche erhalten. Ab dem 3. April geht es weiter.
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Ein Teil des Seeweges hat im Frühsommer 2018 bereits eine neue Oberfläche erhalten. Ab dem 3. April geht es weiter.
  • VonChristian Ziems
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Arendsee – Die gewohnte Seerunde wird für Fußgänger und Fahrradfahrer ab dem 3. April für einige Wochen unterbrochen. Der Grund dürfte Nutzer des malerischen Kurses um die „Perle der Altmark“ allerdings freuen.

Der Altmarkkreis Salzwedel geht den zweiten Bauabschnitt der Reparatur an.

Dieser umfasst den Bereich von der Treppenanlage Höhe Mühlenstraße bis zur Anlegestelle der „Queen Arendsee“ (1250 Meter). Da die finanzschwache Einheitsgemeinde diesen touristischen Anziehungspunkt aus eigener Kraft nicht grundhaft erneuern kann, gibt es Unterstützung. Bereits im vergangenen Jahr wurde ein Teilabschnitt auf Vordermann gebracht. Die Kommune wird somit erneut finanziell entlastet. Die Kosten werden auf rund 150.000 Euro geschätzt.

Die Ausschreibung, auf die sich interessierte Firmen melden können, wurde vor wenigen Tagen veröffentlicht. Die Details stehen somit fest. Der Reparaturzeitraum beläuft sich vom 3. bis 30. April. „Das Ziel der Baumaßnahme ist es, Unebenheiten auszugleichen und die Tragfähigkeit des Weges zu verbessern“, informiert der Fachbereich Tiefbau auf Nachfrage.

Für diesen zweiten Bauabschnitt müssen zunächst 450 Quadratmeter Boden ausgehoben werden. Und zwar bis in eine Tiefe von vier Zentimetern. Dies gilt aber nicht für die komplette Seeweg-Oberfläche, die 2019 erneuert wird. An einigen Stellen müssen sechs Zentimeter weg, um im Anschluss wieder einen ebenen Weg hinzubekommen. Dies betrifft 2750 Quadratmeter.

Den Untergrund gilt es zudem zu verdichten. Auf 3200 Quadratmetern soll das Planum (technisch bearbeitete Oberfläche) hergestellt werden. Dabei achten die Fachleute zum Beispiel auf Eigenschaften wie Ebenheit und Neigung. Von der ungebundenen Tragschicht werden unterm Strich 330 Tonnen benötigt. Darüber hinaus gilt es, kleinere Betonpflasterstreifen zu reparieren.

Damit die Natur nicht leidet, müssenVorkehrungen getroffen werden. So müssen 156 Bäume vor den Maschinen geschützt werden. Im Zuge der Arbeiten ist zudem geplant, Überbleibsel von Stürmen zu beseitigen. Während in Mitleidenschaft gezogene Äste und Stämme bereits kleingesägt wurden, stehen noch etliche Stumpen. Insgesamt 22 Wurzelstöcke werden ab April weggefräst. Eine Einschränkung macht der Kreis aber mit Blick auf den angepeilten Zeitraum: Die Witterung muss passen.

VON CHRISTIAN ZIEMS

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