Saalfelder Storchennachwuchs soll nach Unglück nun in Schrampe aufwachsen

Tierisches Waisenkind hat ein neues Zuhause

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Der Altstorch stand zunächst noch auf dem Nest und flog dann erstmal weg, als es auf dem Hof zu unruhig wurde. Familie Röhl und Mitarbeiter des Kreisumweltamtes hoffen nun, dass der neue Adebar (kleines Bild) angenommen wird.

Schrampe. „Das Tier ist aufgeregt, sein Herz schlägt sehr stark“, meinte Karsten Bierstedt vom Kreisumweltamt gestern früh, als er einen Storch aus der Kiste holte.

Gemeinsam mit seinem Kollegen Joachim Funke wurde er auf der Suche nach einem tierischen Zuhause in Schrampe fündig. Damit scheint ein Unglücksfall zumindest für dieses Tier ein glückliches Ende zu finden. Der Storch stammt ursprünglich aus Saalfeld. Doch das dortige Alttier starb, die Eier wurden in Loburg ausgebrütet. Nun ging es wieder in die Altmark. Der Jungstorch war zunächst ein paar Tage im Salzwedeler Tierpark.

Gestern früh wurde er in das Nest des Arendseer Ortsteiles gebracht. Dieses befindet sich auf dem Hof der Familie Röhl. „Hoffentlich können Störche nicht zählen“, schmunzelte Angela Röhl und hofft, dass der Neuzugang angenommen wird. In dem Nest befinden sich bereits zwei Jungtiere. Zwei weitere wurden vor einigen Wochen aus dem Nest geworfen. Grund war vermutlich Futterknappheit. Drei Störche in einem Nest seien aber eigentlich kein Problem, glauben die Experten vom Umweltamt und wollen nun gemeinsam mit Familie Röhl die Entwicklung beobachten.

„Das sechs Wochen alte Tier ist vermutlich zu groß, um aus dem Nest geworfen zu werden“, glaubt Joachim Funke. Zu Streitereien können es aber kommen. Während sich Adebar in Schrampe eingewöhnen soll, wird noch nach einem weiteren Nest gesucht. Denn es gibt ein zweites Saalfelder Tier, das in Loburg betreut wurde. Innerhalb der nächsten Tage wird entschieden, in welchen altmärkischen Ort es kommt.

Von Christian Ziems

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