Kommune will zunächst ein Konzept / Suche nach Fördermitteln

Thermalsole: Unternehmen fühlen bei der Stadt vor

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Die Stadt will sich dank des „Schatzes“ unter der Erde unabhängig von Energieunternehmen machen. Denkbar ist aber auch ein Solebad wie in Bad Bevensen.

Arendsee. Die öffentliche Vorstellung der Wärme- und Stromgewinnung mit Hilfe von Geothermie (AZ berichtete) hat für Aufmerksamkeit gesorgt. Wie Bürgermeister Norman Klebe gestern auf Nachfrage bestätigte, haben einige interessierte Unternehmen bereits bei der Stadt vorgefühlt.

Sie könnten sich an den Investitionskosten von rund acht Millionen Euro beteiligen und dafür vom laufenden Betrieb profitieren. Um Chancengleichheit für alle Betriebe zu erreichen, soll es eine öffentliche Ausschreibung geben, die vom Stadtrat beschlossen und begleitet wird.

Hintergrund: Die 100-prozentige Stadttochter Luftkurort Arendsee GmbH hat die Bergbaurechte. Von dem Unternehmen könnten Anteile an andere Betriebe verkauft werden. Doch der Stadtrat beschäftigte sich während seiner jüngsten Sitzung am Montag nicht mit diesem Thema: „Im Vordergrund stand zunächst der Haushalt. Denn daran hängt zum Beispiel der Neubau der Kindertagesstätte“, begründete Norman Klebe gestern.

Er wälzt derzeit die Details von Fördermittelprojekten, die sich alle mit dem Thema Energie beschäftigen. Die Stadt möchte finanzielle Unterstützung für ein Konzept. Darin soll die konkrete Umsetzung detailliert aufgeführt werden. Bei der jüngsten Vorstellung wurde von fünf bis sieben Jahren ausgegangen. Die Bergbaurechte sind aber erst einmal auf fünf Jahre beschränkt. Bis dahin sollte die Stadt möglichst die Sole fördern. Norman Klebe glaubt, dass bereits vorhandene Daten Zeit einsparen können: „Wir werden Unterlagen natürlich nicht in der Schublade lassen.“

Von Christian Ziems

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