1160 Besucher genossen Romeo und Julia

Theaterkloster hat eine Zukunft

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Freunde des Shakespeare-Stücks Romeo und Julia kamen in das ehemalige Kloster. Die Wiese vor der Bühne bietet einen besonders nahen Blick auf das Geschehen.

Arendsee. „Wir sind überdurchschnittlich zufrieden. Zu den fünf Vorführungen kamen 1160 Gäste“, zog Aud Merkel, für Presseanfragen beim Theater der Altmark zuständig, gestern eine positive Bilanz.

Auch bei der letzten Vorstellung am Sonntagabend spielte das Wetter mit. Lediglich eine Kinderaufführung musste wegen des Regens verschoben werden. Beim zweiten Angebot für den Nachwuchs kamen 70 Mädchen und Jungen.

Im Mittelpunkt stand aber „Romeo und Julia“ für Erwachsene. Schauspielerin Michaela Maxi Schulz wurde am Sonntag im Luftkurort von ihren Kollegen aus dem Ensemble verabschiedet. „Wir kommen 2016 auf alle Fälle wieder. Mit welchem Stück steht aber noch nicht fest“, blickte Aud Merkel gestern in die Zukunft. Glücklich mit der Theatersaison 2015 im einstigen Arendseer Kloster ist auch Uwe Walter. „Ich habe mit vielen Besucher gesprochen und nur positive Bewertungen bekommen. Insbesondere die Inszenierung, die Besonderheiten wie unsere Ruine mit einbezogen, kam wunderbar an“, weiß der Vorsitzende des Fördervereins Kloster. Auch für ihn steht fest, dass die Theatertradition auf dem historischen Gelände fortgesetzt werden soll.

Auch wenn dies eine besondere Anstrengung für das Ehrenamt bedeutet. So kümmern sich die Verantwortlichen zum Beispiel um genügend Sitzmöglichkeiten und helfen beim Aufbau. „Ohne die Hilfe der Stadt und des Wirtschaftshofes wäre dies alles aber nicht möglich“, machte Uwe Walter deutlich.

Die Freilichtbühne im Klosterareal gab es bereits zu DDR-Zeiten. Doch nach der Wende blieb der Bereich außer bei Konzerten oft ungenutzt. Der ehemalige und bereits verstorbene Vorsitzende Ulrich Taatz sorgte für eine Wiederbelebung der Theaterkunst auf dem historischen Gelände. Er nahm Kontakt mit dem Theater der Altmark auf und kümmerte sich um die praktische Umsetzung.

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Von Christian Ziems

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