Die Linke fordert Bürgermeister Norman Klebe heraus / Streit um Zahlen

Tauziehen um den Klub

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Der Jugendclub an der Osterburger Straße in Arendsee: Seit knapp einer Woche gibt es einen neuen Leiter. Inzwischen will aber die Fraktion der Linken die Schließung.

Arendsee. „Es ist schon verwunderlich, dass ein Stadtrat, der die Grundlagen für einen Jugendklub mit geschaffen hat, nun erklärt, diesen nicht mehr haben zu wollen“, sagt Bürgermeister Norman Klebe gestern gegenüber der AZ.

Gemeint war der von Stadtrat Thomas Schlicke unterzeichnete Antrag der Fraktion der Linken, den Klub zu schließen. Begründung: kein Bedarf. „Am 23. März 2010 hat sich der Kulturausschuss einstimmig für die Beantragung der Mittel für die Schaffung eines Jugendklubs ausgesprochen“, erinnert Klebe. Am 12. April 2010 war der Stadtrat dem Vorhaben einstimmig gefolgt. „Die Behauptung der Fraktion der Linken, die Initiative ging allein vom Bürgermeister aus, ist somit unwahr“, betont Klebe. Kritik übte der Bürgermeister auch an den im Antrag genannten Zahlen. 2011 und 2012 seien insgesamt rund 7500 Euro an Sachkosten angefallen, im Antrag der Linken würde suggeriert, dass jährlich 40 000 Euro in den Sand gesetzt würden. „Die Personalkosten werden zu 100 Prozent von Land und Kreis übernommen“, rechnet Klebe vor. Die Idee, diese nicht in Anspruch zu nehmen, um sie dann in die Jugendarbeit der Vereine zu pumpen, wie es die Linke verlangt, sei ein Trugschluss. „Wir bekommen das Geld ganz allein für den Jugendklub, für den sich auch der Altmarkkreis stark gemacht hatte, indem die Stelle des Jugendklubleiters von Kalbe einst abgezogen und in der Seestadt etabliert wurde“, so Norman Klebe.

Seit Juni 2012 war die Stelle des Leiters vakant, nachdem Ulli Kirsch den Job aufgegeben hatte. Seit dem 2. Mai ist der Posten mit Rico Prohl wieder besetzt. Der neue Leiter soll in Kürze offiziell vom Verein für berufliche Bildung in Salzwedel, dem Träger der Maßnahme, vorgestellt werden.

Der Vorwurf der Linken, es gebe kein Konzept für den Klub, widersprach Klebe. Er präsentierte ein von Ulli Kirsch erarbeitetes Exemplar, „das sicher auch Herrn Schlicke bekannt sein sollte“.

Von Harry Güssefeld

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