Scheinbar vergiftet

Tausende tote Puten in Arendsee – Laborergebnisse stehen aus

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Mehrere tausend Puten sind in einem Betrieb bei Arendsee verendet

Arendsee – Mehrere tausend tote Tiere hatte, wie der Altmarkkreis Salzwedel am Freitag, 4. Dezember, informierte, ein Geflügelmastbetrieb aus der Westaltmark am ersten Adventswochenende zu beklagen.

Wie die Pressestelle des Kreises auf Anfrage der AZ bestätigte, handele es sich dabei um einen Putenmastbetrieb aus der Einheitsgemeinde Arendsee. Immerhin: Geflügelpestviren als Verursacher des Massensterbens konnten ausgeschlossen werden.

Der betroffene landwirtschaftliche Betrieb habe, so heißt es in der Pressemitteilung weiter, umgehend über den betreuenden Tierarzt Bestandsuntersuchungen eingeleitet. Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt hat zusätzlich amtliche Proben von lebenden und bereits verendeten Tieren genommen und diese im Landesamt für Verbraucherschutz untersuchen lassen.

Die Befunde sprechen laut Kreis für eine „Intoxikation mit einer bislang unbekannten Substanz“, sprich: um eine Vergiftung der Tiere. Durch das Veterinäramt seien weitere Proben von Futtermitteln und Tränkwasser entnommen worden. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen stünden noch aus.

Das Veterinäramt des Altmarkkreises appelliert in diesem Zusammenhang an alle Halter von Geflügel im Landkreis, sofern in ihren Beständen oder Ställen innerhalb von 24 Stunden erhöhte Verluste auftreten oder es zu einer Abnahme der üblichen Legeleistung kommt, ihre Tiere unverzüglich durch einen Tierarzt auf das Vorliegen einer Infektion mit „aviären Influenzaviren“ (Geflügelpestviren) untersuchen zu lassen. Die Untersuchungspflicht gilt laut Geflügelpest-Verordnung bei drei toten Tieren innerhalb von 24 Stunden (bei Bestandsgrößen unter 100 Tieren) bzw. bei zwei Prozent Verlusten innerhalb von 24 Stunden (bei Bestandsgrößen über 100 Tieren). Zudem seien Halter auch über das Tiergesundheitsgesetz verpflichtet, Auffälligkeiten in ihren Beständen, die den Ausbruch einer Tierseuche vermuten lassen, unverzüglich zu melden.

Dafür ist das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt unter Tel (03901) 840 416 erreichbar. Außerhalb der Sprechzeiten kann der Kreis über die 112 erreicht werden.

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